Dachbodendämmung: Tipps zur Materialauswahl und Anbringung

Das richtige Isoliermaterial und eine sachgerechte Dachbodendämmung helfen Energie und Heizkosten sparen.


In Deutschland wurden im Vergleich zu früheren Jahren enorme Fortschritte bei der Wärmeisolierung der Dächer und Fassaden der Gebäude erreicht, dennoch gibt es auf diesem Gebiet noch immer sehr viel zu tun. Dabei ist es gar nicht so schwer, selbst Hand anzulegen und die Dachbodendämmung seines Hauses in Eigeninitiative vorzunehmen. Wärme steigt bekanntlich nach oben und sammelt sich somit unter dem Dach, weshalb es nicht wundert, wenn über das Hausdach ein erheblicher Anteil der Wärme im Haus in der Umgebung verpufft. Doch nicht nur in der kalten Jahreszeit spielt die Wärmeisolation eines Hauses eine wichtige Rolle, auch im Hochsommer trägt eine gute Dachbodendämmung zu einem kühleren und angenehmeren Klima im ganzen Gebäude bei.

Welche Materialien finden bei der Dachbodendämmung Verwendung?
 In Baumärkten und Fachhandel werden verschiedene Materialarten zur Wärmeisolation angeboten, am verbreitesten sind dabei Glas- oder Steinwolle, aber auch andere Stoffe, wie Polystyrolplatten und -formkörper, finden Verwendung. Steinwolle ist zwar etwas teurer als Glaswolle, mit dieser hat man aber den Vorteil, dass sie sich leichter verarbeiten lässt und die unangenehmen Hautreizungen durch die winzigen Glaswollefasern vermieden werden. Ein weiteres, wichtiges Auswahlkriterium bei der Wahl des richtigen Dämmstoffes, ist dessen Form und Stärke. Es liegt auf der Hand, dass formstabile Elemente leichter anzubringen sind als etwa Isoliermatten oder gar lose Flocken aus Schaumstoff, besonders wenn die Räume zwischen den Dachsparren damit gefüllt werden sollen. Da die Wärmedämmung mit der Materialstärke zunimmt, gilt hier der Grundsatz: Je stärker die Dämmschicht, umso besser isoliert die spätere Dachbodendämmung.

Welche Tipps können bei der Dachbodendämmung helfen?
Nachdem das richtige Dämmmaterial ausgewählt und auch in der richtigen Menge beschafft wurde, kann mit der Dachbodendämmung begonnen werden. Benötigt wird ferner eine standfeste Leiter, ein scharfes Messer zum Zuschneiden, ein Zollstock und ein Stück Kreide zum Anreißen der einzelnen Teile. Besonders bei Verwendung von Glaswolle ist zusätzlich langärmlige Kleidung, eine Kopfbedeckung und eine Brille zum Schutz der Augen vor herunterrieselnden Glasfasern zu empfehlen. Am einfachsten lassen sich die Dämmstoffe anbringen, wenn man sie zwischen die einzelnen Dachsparren klemmt, was besonders leicht mit den bereits keilförmig zugeschnittenen Rockwool-Elementen gelingt. Damit die einzelnen Dämmelemente zwischen den Dachsparren möglichst von allein halten, sollten die Teile immer 1–2 Zentimeter breiter zugeschnitten werden, als das Maß zwischen den Sparren vorgibt. Die Isolierelemente sind, von oben beginnend, in alle Zwischenräume einzufügen und gut anzudrücken, um Hohlräume und damit spätere Kältebrücken zu vermeiden. Ein ideales Ergebnis erhält man, wenn die Dachbodendämmung genauso stark ist wie die Dachsparren, weil die dann entstehende glatte Oberfläche die nachfolgend notwendige Anbringung der Dampfsperre vereinfacht. Wer alles richtig gemacht hat, der spart in Zukunft Heizkosten und leistet zusätzlich einen guten Beitrag zum Klimaschutz.