Dachfonds: Nutzen und Risiken

Dachfonds sind eine Weiterentwicklung in der Fondsbranche und weiter auf dem Vormarsch – und dabei besonders für Neulinge mit Vorsicht zu genießen.


Fast jede Woche kommt eine neue Gattung an Fonds auf den Markt. Immer mehr Gesellschaften versuchen mit neuen Produkten, die Wünsche der Anleger abzudecken. Dachfonds – ein neues Thema, eine neue Idee für Anleger? Zwar erreicht die Zahl der Fonds längst die der Aktien, doch wie sieht es aus mit den neuen Fonds in Bezug auf die Vorteile?

Die Vorteile von Dachinvestments
Fondsanlagen nehmen in der Regel dem Anleger viel Arbeit ab, zudem erfolgt die Geldanlage unter professioneller Verwaltung. Anleger hingegen haben auf Grund der zwischenzeitlich unüberschaubaren Anzahl von Fonds fast keinen Überblick mehr. Wer eine solide Geldanlage will, muss hierfür aber fundierte Entscheidungen treffen. Damit bei der Fondsauswahl nicht die Risiken überwiegen, entscheidet man sich für ein Fondsmanagement.
Dabei handelt es sich bei Dachfonds um ein Investment, das nicht in einzelne Aktien oder Anleihen investiert. Ein Dachinvestment erwirbt vielmehr Anteile an einem Investmentfonds, auch Zielfonds genannt. Die Vorteile gegenüber Direktanlagen in Investmentfonds liegt in der breiten Streuung, denn Dachfonds beschäftigen sich nicht nur mit Marktsegmenten, sondern auch mit Themen, Trends und Strömungen. Ein Dachinvestment beobachtet insbesondere die besten Fondsmanager und Investmentgesellschaften und filtert entsprechende Daten heraus.

Die Möglichkeit, die besten auszuwählen
Der Hauptvorteil in Dachinvestments liegt also darin, aus allen in Deutschland zugelassenen Fonds die besten auszuwählen. Dabei sind die Fondsmanager zudem an kein Institut gebunden und sie haben keinerlei Vorgaben darüber, bestimmte Zielfonds kaufen zu müssen. Vielmehr stellt das Dachfondsmanagement aus einer Gesamtpalette an Zielfonds den entsprechenden Dachfonds zusammen.
Interessenten sollten bei dieser Anlage allerdings darauf achten, dass sie nur in Dachinvestments investieren, die auf alle in Deutschland zugelassenen Investmentfonds zugreifen. Nicht empfehlenswert sind hingegen Dachfonds von lediglich einer Fondsgesellschaft, die selbst nur hauseigene Fonds mischt. Genau dadurch wird allerdings der Hauptvorteil eines Dachinvestments zunichte gemacht.


Auf das Anlegerverhalten kommt es an

Noch immer verhalten sich viele Anleger prozyklisch. Das heißt: Sie kaufen Anteile bei hohen Preisen (springen zu spät auf den bereits fahrenden Zug) und verkaufen diese bereits bei der nächsten vermeintlichen Krise zu niedrigen Preisen. Ausreichend für dieses Handeln sind meist reißerische Berichterstattungen im Fernsehen oder der "ach so gut gemeinte Ratschlag des Nachbarn". Dachfonds versuchen, diese groben Fehler zu vermeiden.