Damit der Sommer in Erinnerung bleibt: Blumen trocknen

Blumen zu trocknen erscheint auf den ersten Blick einfach. Doch nicht jede Blumenart ist dafür gleich gut geeignet und nicht immer genügt das bloße Trocknen an der Luft.


Früher presste man seine Lieblingsblumen in dicke Bücher und ließ sie trocknen. Daraus wurden dann botanische Herbarien oder Lesezeichen hergestellt. Doch die platten, dürren Stängel sind nicht mehr in Mode. Wenn wir uns heute Trockenblumen wünschen, denken wir an einen vollen, fantasievoll zusammengestellten Strauß, der uns den Liebreiz der sommerlichen Blumenwiese auch im tiefsten Winter noch in Erinnerung ruft.

Trockenblumen herstellen – Das müssen Sie beachten

  • Grundsätzlich kann man alle Blumen trocknen, der Erfolg fällt dabei unterschiedlich aus. Eine Blumenart, die zarte, papierähnliche Blüten treibt, ist besser für die Trocknung geeignet als eine sehr wasserhaltige Pflanze.
  • Einige Blumenarten sind aber nicht für die einfache Lufttrocknung geeignet. Rosen beispielsweise sehen auf diese Art oft welk aus. Will man im Trocknungsprozess ihre Schönheit erhalten, so muss man Trockenmittel verwenden, damit ihnen nachhaltig und schonend die Feuchtigkeit entzogen wird.
  • Früher legte man manche Blumen zum Trocknen in Sand ein, heute gibt es spezielle Granulate wie Silikat- oder Kieselgel. Damit lassen sich übrigens auch interessante farbliche Effekte erzielen.

Besonders geeignete Blumenarten zum Trocknen

  • Strohblume (Helichrysum): Schon ihr Name weist auf eine hohe Trocknungseignung hin. Im 19. Jahrhundert diente sie als „Immortelle“ zur Ausschmückung von Gräbern. Längst hat sie aber dieses Trauer-Image abgelegt und Einzug in unsere Gärten gehalten.
  • Schleierkraut (Gypsophila paniculata): Auch hier garantieren die kleinen, weißen Blüten einen guten Trocknungserfolg. Schleierkraut ist vor allem als „Auflockerer“ in Rosensträußen bekannt, bietet aber auch allein einen sehr schönen Anblick.
  • Katzenpfötchen (Antennaria): Diese Korbblütlerart entwickelt traubenähnliche Blütenkörbchen, die bis zu hundert Blüten enthalten können. Die farbenprächtige Blume ist sehr widerstandsfähig und benötigt nur wenig Feuchtigkeit.
  • Lampionblume (Physalis alkekengi): Dieses Nachtschattengewächs blüht im August und treibt dabei kirschrote, lampionartige Blüten. Diese verändern sich auch beim Trocknen kaum und wirken sehr dekorativ.

Wie Sie Blumen trocknen

  • Zunächst ist es wichtig, dass man Blumen schneidet, bevor sie richtig aufgeblüht sind. Trocknen Sie die Blumen zu spät besteht während des Trocknens die Gefahr, daß die Blumen welken.
  • An Drähten und Schnüren aufgehängt trocknen die Blumen durch Luft und Wärme. Lüften Sie regelmäßig, damit der Trocknungsprozess durch Austausch der feuchten Luft gelingt.
  • Besonders zarte Blüten neigen dazu, sich beim Trocknen zu lösen. Abhilfe schafft hier ein wenig Haarspray, das Sie auf die Blüten sprühen.
  • Wer aus den getrockneten Blumen schöne Sträuße oder Kränze bindet, bewahrt sich die Erinnerung an seinen Sommergarten auch im Winter. Alternativ lassen sich auch Briefe und Collagen mit getrockneten Blumen verzieren.