Bei der Entstehung von Darmkrebs spielen oftmals verschiedene Faktoren eine Rolle, die nicht immer beeinflusst werden können. Auch der persönliche Lebensstil beeinflusst das Darmkrebsrisiko. Was wir essen und trinken und wie viel wir uns bewegen, haben wir selbst in der Hand.
Ballaststoffe als Prävention
Beim Verzehr von 35 Gramm Ballaststoffen zeigt sich ein um 40 Prozent verringertes Darmkrebsrisiko. Daher sollte man möglichst viel Obst und Gemüse essen, am besten fünfmal am Tag und bunt gemischt. Zellenschützende Stoffe und Ballaststoffe liefern vor allem Kohlarten, Tomaten, Zwiebeln und Beeren. Ebenso wertvoll sind Hülsenfrüchte und Sojaprodukte. Brot, Brötchen, Nudeln und Toast in der Vollkorn-Variante bieten mehr Ballaststoffe als Weißmehlprodukte. Müsli ist ein darmgesunder Mix, vor allem ohne Zucker.
Gemüse und Co.
Auch sollte öfter vegetarisch gegessen werden, denn nach Einschätzungen von Forschern steigt das Darmkrebsrisiko pro 100 Gramm täglich verzehrtem roten Fleisch um 49 Prozent, pro 100 Gramm Wurst, Speck oder Schinken um sogar 70 Prozent. Für „eingefleischte“ Wurst- und Fleischesser gibt es deftige Alternativen auf der Basis von Soja und Getreide. Omega-3-Fettsäuren schützen vor Darmkrebs. 100 Gramm Fisch am Tag halbiert laut Studien das Erkrankungsrisiko. Ungesättigte Omega-3-Fettsäuren stecken in fettem Seefisch, aber auch in Lein-, Raps- und Walnussöl. Eine sehr fettreiche Ernährung bewerten Experten als ungünstig, da sie meist mit Übergewicht und einem damit erhöhtem Krebsrisiko verbunden ist. Basis einer gesunden, abwehrstärkenden Ernährung sind Lebensmittel, die möglichst wenig verarbeitet sind und keine chemisch-synthetischen Zusatzstoffe enthalten.
Bleiben Sie fit!
Bewegung ist ein deutlicher Pluspunkt in der Vorbeugung von Darmkrebs, den größten schützenden Effekt haben Ausdauersportarten. Ein träger Darm kommt mit sanfter Hilfe wieder in Schwung. Wichtig ist, täglich genügend zu trinken (mindestens 1,5 bis zwei Liter). Leinsamen regt durch sein hohes Wasserbindungs- und Quellvermögen die Darmbewegung an. Auch in Wasser eingeweichte Trockenpflaumen bringen Erleichterung.