Das einjährige Rispengras

Das Rispengras wird dem einen oder anderen Hobbygärtner schon als Unkraut zwischen den Gehwegplatten begegnet sein.


Das einjährige Rispengras ist das am weitesten verbreitete Süßgras und in ganz Europa heimisch. Es handelt sich dabei um eine Pflanze, die man bei Spaziergängen mit Sicherheit keines Blickes würdigt, da sie weder eine auffällige Blüte besitzt, noch groß ist oder sonstige typische Besonderheiten aufweist. Dicht am Erdboden wachsend, wird das Unkraut meist nur etwa 15 Zentimeter hoch, obwohl es eigentlich die doppelte Größe erreichen könnte. Doch was dem einjährigen Rispengras an optischen Reizen fehlt, macht es durch seine Ausdauer als Unkraut wett.

Von den Tropen bis in die Antarktis
Die Verbreitung dieser unauffälligen Pflanze ist wahrlich erstaunlich. So wächst sie sowohl in tropischen Gebieten, dort bevorzugt in den Gebirgen, als auch in Antarktis. Dort gehört das Rispengras sogar zu den wenigen vorkommenden Samenpflanzen. Ansonsten ist es in unseren Breiten vom Tiefland bis ins Hochgebirge verbreitet. Bevorzugt siedelt es sich an Wegrändern, neben Feldern, auf Trittfluren und in Gärten an. Normalerweise überwintert das einjährige Rispengras nicht, sondern stirbt ab. Bei günstigen Umständen, einem milden Winter etwa, kann dies durchaus passieren. Die Blätter des Rispengras sind nur zwei bis fünf Millimeter breit und hellgrün. Charakteristisch für sie ist die kahnförmige kurze Spitze. Es besitzt zudem einige paarweise angeordnete kleine Äste mit Rispen, die bei passendem Wetter das ganze Jahr über gebildet werden.

Der Störenfried zwischen Gehwegplatten
Sehr häufig findet man das einjährige Rispengras als Unkraut zwischen Pflastersteinen und Gehwegplatten sprießen und wuchern. Was eigentlich ganz nett aussehen kann, stört andere wiederum immens. Dann muss es entfernt werden. Dies ist eigentlich nicht problematisch, da es nicht tief verwurzelt ist und sehr leicht zu entfernen ist. Man kann zwar auch auf chemische Unkrautvernichtungsmittel zurückgreifen, doch ist es in den meisten Fällen völlig unnötig. Wer außerdem Kaninchen oder Meerschweine hält, kann es ihnen sogar als Futter geben. Um es dauerhaft zu entfernen, muss man lediglich regelmäßig jäten und die Pflanzen entfernen, bevor sie zu samen beginnen, also bevor die Vermehrung eingeleitet wird. Nach der Samenreife stirbt es in der Regel schnell ab und man hat für den Rest des Jahres davor Ruhe.