Das erste Baby: Sich langsam aneinander gewöhnen

So lange hat man auf das Kind gewartet - doch ist das erste Baby erstmal da, kommt schnell der Praxisschock. Was ist, wenn man nun alles falsch macht?


Von nun an ist alles anders. Die lange Zeit des Wartens ist vorbei, das erste Baby ist auf die Welt gebracht. Nun geht es endlich nach Hause – in ein neues Leben. Doch egal wie aufgeregt man ist – die ersten zwei Wochen sollte man als junge Mutter zusammen mit dem Neugeborenem ausruhen und sich vollkommen nach dem Rhythmus des Babys richten. Nicht umsonst spricht man schließlich vom Wochenbett: Verbringen Sie möglichst viel Zeit im Bett und ruhen Sie sich aus. Haushaltspflichten übernimmt nun am besten der Partner. So kann sich die junge Mutter nur um das Kind und nicht zuletzt auch um sich selbst kümmern. Oft übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Hausbesuche einer Hebamme. Gerade für junge Eltern kann dieser Service sehr hilfreich sein.

Zeit zum Kennenlernen
Sorgen Sie im Haus für eine ruhige und gemütliche Atmosphäre. Musik, Fernsehen und das Telefon sollten in den ersten Lebenstagen aus bleiben. Nehmen Sie sich bewusst die Zeit, Ihr Kind kennenzulernen, anzugucken und zu beobachten – können Sie vielleicht schon Ähnlichkeiten feststellen? Haben Sie bereits andere Kinder, sollten Sie ihnen nun besonders viel Aufmerksamkeit schenken, damit es sich an das „neue“ Kind gewöhnen kann. Lassen Sie auch das ältere Kind sein Geschwisterchen kennenlernen.

Hunger!
Ein neugeborenes Baby hat am Anfang noch keinen Tagesrhythmus, dieser spielt sich erst in den darauffolgenden Wochen und Monaten langsam ein. Am Anfang hat der neue Erdenbürger etwa alle zwei bis drei Stunden Hunger – schließlich ist sein Magen noch sehr klein. Nur wenn Ihr Baby tagsüber die meiste Zeit schläft und dafür nachts wach ist und Hunger hat, sollte man es tagsüber nach etwa vier Stunden wecken und ihm so sanft einen anderen Rhythmus vorgeben.

Fehler zulassen
Gerade das erste Lebensjahr des Kindes ist für Eltern eine große Herausforderung. Egal wie sehr Mütter sich anstrengen, irgendetwas bleibt doch immer liegen. Die Mutter ist typischerweise chronisch müde und erschöpft, das Entspannen fällt ihr schwer – schließlich will sie immer alles perfekt machen. Doch die Angst man könnte etwas falsch machen beherrscht viele Mütter. Dabei sollten gerade junge Mütter sich regelmäßig Zeit für sich nehmen. Das Baby ist schließlich am glücklichsten, wenn auch die Mutter entspannt ist.

Zeit zu zweit
Ist das erste Baby erstmal da, haben Paare immer weniger Zeit zu zweit, gerade intime Zweisamkeit bleibt schnell auf der Strecke. Um eine ernsthafte Beziehungskrise zu verhindern, sollte man sich regelmäßig bewusste Auszeiten nehmen, sodass man nicht nur Elternteil sondern auch Partner sein kann. Auch wenn Ihnen die Trennung von ihrem Kind im ersten Moment schwerfallen wird, werden Sie es mit Sicherheit genießen, endlich mal über etwas anderes zu reden als die Verdauung des Kindes. Spannen Sie Freunde oder die Großeltern ein. Ansonsten findet man über die Kirche, das Jugendamt oder die Hebamme stundenweise Betreuung.