Das Gehalt im Bereich Geisteswissenschaften

Das Gehalt für Hochschulabsolventen der Geisteswissenschaften fällt im Vergleich zu anderen Berufssparten eher gering aus.


Die Frage mit der jeder, der Geisteswissenschaften studiert oder studiert hat, sicher schon einmal konfrontiert wurde, lautet wohl: Und, was kann man damit dann später mal machen? Kann man mit dem Studium der Geisteswissenschaften überhaupt Geld verdienen? Diese Fragen stellen sich auch viele Absolventen, die noch keine richtige Perspektive sehen und die sich auch in Hinsicht auf das Gehalt ihre Sorgen machen.

Im Vergleich betrachtet
Fakt ist, dass Absolventen der geisteswissenschaftlichen Fächer es nicht gerade leicht auf dem Arbeitsmarkt haben. Wichtig sind auf jeden Fall Zusatzqualifikationen und Erfahrung, um einen Fuß in die Tür der Arbeitswelt zu bekommen. Im Gegensatz zu Studenten der Wirtschafts- wissenschaften sehen die Verdienstmöglichkeiten der Geistes- und Sozialwissenschaftler beispielsweise um zehn bis 30 Prozent geringer aus. Ebenfalls machen sich viele Studenten der Geisteswissenschaften nach dem Studium selbstständig oder arbeiten in sozialen- oder kulturellen Einrichtungen und verdienen aufgrund dessen meist auch weniger Geld. Branchenübergreifend klaffen die Gehälter mitunter weit auseinander. So können Wirtschaftsingenieure mit einem anfänglichen Gehalt von 3.227 Euro brutto rechnen. Germanisten hingegen liegen mit 1.598 Euro um einiges darunter. Trotzdem gilt es, diese Zahlen nicht als absolut anzusehen und sofort das Handtuch zu werfen. Es handelt sich lediglich um Mittelwerte und Gehälter sind zudem individuell verhandelbar. Wer seine Zukunft in Bereichen der Geisteswissenschaften sieht und konkrete Vorstellungen hat, sollte sich nicht abbringen lassen. Jeder besitzt andere Fähigkeiten, die er auch entsprechend nutzen sollte.

Verdienstmöglichkeiten im Mittel
Wie die Verdienstmöglichkeiten aussehen, wenn der Berufseinstieg erst einmal geschafft ist, sollen die folgenden Ausführungen darstellen. Zunächst ist es wichtig zu bedenken, dass man sich bei den ersten Gehalts- verhandlungen nicht zu leicht abspeisen lässt, aber auch nicht übertreibt. Gehaltserhöhungen werden auf der Grundlage des bestehenden Gehaltes berechnet, daher ist es wichtig, welches Anfangsgehalt man herausschlagen kann. Ist man eine Weile im Job, sehen die Gehälter im Allgemeinen folgendermaßen aus. Im Zeitraum von drei bis fünf Jahren, in der Berufs- erfahrung gesammelt wird, entwickeln sich die Gehälter für Geistes- wissenschaftler mit einem Universitätsabschluss von 31.000 über 37.800 bis hin zu 42.000 Euro im Jahr. Fachhochschulabsolventen bekommen etwas weniger Geld: 30.200 Euro zu Beginn, dann 34.600 und nach fünf Jahren etwa 37.700 Euro. Promovierte erhalten entsprechend mehr: 36.400 im unteren Bereich, dann 42.200 und im oberen Bereich beläuft sich das Gehalt auf 48.100 Euro. Dies sind nur Richtwerte und können entsprechend der jeweiligen Position, der Unternehmensgröße und der Region variieren.