Das Hausrind - ein Steckbrief

Ob braun, schwarz oder schwarz-weiß, das Hausrind ist für uns Menschen ein wichtiger Fleisch und Milchlieferant. Seine Eigenschaften machen es uns als Nutztier nützlich.


Das Hausrind ist als Fleisch- und Milchlieferant nicht mehr wegzudenken. Es stammt vom Auerochsen ab, und wurde bereits in der Jungsteinzeit vor 8000 Jahre vor Christus domestiziert und als Zugtier eingesetzt.

Das Hausrind und seine Eigenschaften

  • Das Hausrind gehört zur Familie der Hornträger. Wurde es bei uns zunächst als Fleischlieferant gezüchtet, schätzte man nach und nach auch seine Milch und die Kraft als Zugtier. Das Hausrind wird zwischen 500 und 1.000 Kilogramm schwer. Dabei spielen Rasse, Alter und das Geschlecht eine entscheidende Rolle.
  • Rinder ernähren sich ausschließlich von Gras und Heu. Da Gras und Heu nur schwer verdaulich ist, gehören die Rinder zu den Wiederkäuern. Die Nahrung gelangt unzerkaut in den Schleudermagen, wird dann im Pansen durchgeknetet und anschließend im Netzmagen zerkleinert und durchgemischt. Danach wird die Nahrung wieder hochgewürgt und wieder mehrmals gekaut. Nun geht das Futter in den Blättermagen. Dort wird es wieder zerrieben und zum Labmagen befördert. In diesem Organ findet nun die Verdauung statt. Neben Heu und Gras wird oft zusätzlich Kraftfutter aus Getreide angeboten.
  • Ein Rind hat einen täglichen Futterverbrauch von etwa 45 bis 50 Kilo Gras und 1,5 Kilo Kraftfutter. Rinder werden in verschiedene Klassen eingeteilt. Als Stier oder Bulle bezeichnet man die männlichen Tiere. Ein kastrierter Stier nennt man Ochse. Weibliche Tiere, die noch nie Junge geboren haben, werden Färsen genannt. Sobald das Hausrind ihr erstes Kalb geboren habet, wird es zur Kuh.

Das Hausrind als Nutztier

  • Das Hausrind wurde durch die Züchtung zum bedeutenden Lieferant von Milch und Fleisch. Dabei werden die Rinder in der Zucht in drei Gruppen aufgeteilt. Als hauptsächliche Fleischlieferanten gilt das Hausrind der Rasse Charolais, Hereford, Limousin und Angus. Zur Schlacht verwendet man männliche, wie auch weibliche Tiere.
  • Zur ausschließlichen Milchviehrasse zählen das Holstein Rind, Braun- und Rotvieh und das Tiroler Grauvieh. Pro Tag gibt eine Milchkuh zwischen 20 bis 40 Liter Milch. Zur Gruppe der Zweinutzungsrasse gehören die Tiere, von welchen man sowohl Fleisch, wie auch die Milch verwendet. Zu ihnen gehört das Hausrind der Simmentaler, Hinterwälder und die Irish Moiled Rinderrasse.