Das Herz - wenn die ,,Pumpe\" Alarm schlägt

Brustschmerzen sollten, vor allem wenn sie gehäuft auftreten, beachtet und gegebenenfalls behandelt werden. Sie könnten Warnzeichen für eine bestehende Krankheit sein


Brustschmerzen sollten, vor allem wenn sie gehäuft auftreten, beachtet und gegebenenfalls behandelt werden. Sie könnten Warnzeichen für eine bestehende Krankheit sein. Brustschmerzen können harmloser aber auch ernsterer Natur sein. Medizinisch werden sie als Thoraxschmerzen bezeichnet. Als Ursachen kommen bei Männern Erkrankungen der Lunge, des Magens oder des Darmes in betracht. Man sollte aber auch die Möglichkeit eines drohenden Herzinfarktes nicht außer acht lassen. Bei Frauen kommen geschlechtsspezifische Ursachen hinzu wie Zyklusbeschwerden oder auch Veränderungen in der Brust. Diese Informationen helfen dem Arzt oder auch dem medizinisch gebildeten Laien Rat zu geben oder im schlimmsten Falle Erste Hilfe Maßnahmen einzuleiten. Grundsätzlich sind aber auch psychische Gründe für Brustschmerzen denkbar.

Das Herz als Ursache für Brustschmerzen
Grundsätzlich kann man, ohne auf die Folgenschwere einzugehen, in vom Herzen hergeleitete Schmerzen oder von anderen Ursachen erzeugten Schmerzen unterscheiden. Der typische Herzschmerz sitzt auf der linken Seite und strahlt oft in die Schulter aus. Die Patienten beschreiben einen solchen Schmerz oft als brennend und drückend. Zudem wird in akuten Fällen auch von begleitenden Angstsymptomen gesprochen. Oft wird der Schmerz durch körperliche Anstrengung oder auch durch Kälte verstärkt. Auch können psychische Belastungen den Schmerz verstärken. Das Krankheitsbild, das in diesem Falle abgeklärt werden muss, ist die Angina Pectoris (AP). Sie wird durch eine Verengung der Herzkranzgefäße ausgelöst und kann in Folge zu einem Herzinfarkt führen. Diese Krankheit wird auch als Herzenge bezeichnet. Eng sind hier im wahrsten Sinne die Gefäße. Durch Arteriosklerose ist die Blutzufuhr des Herzens gedrosselt. Die Ursache für Arteriosklerose oder wie der Mediziner auch sagt, Angiopathien sind vielfältig, eine Hauptursache ist in der Diabetes Mellitus - der Zuckerkrankheit zu suchen. Erbliche Ursachen, Überernährung und mangelnde Bewegung können ebenso eine Rolle spielen.

Lebensgefährlich oder nicht?
Wenn als Grund für die Beschwerden eine Angina Pectoris diagnostiziert wurde, so wird diese dann in verschiedene Untergruppen aufgeteilt. Die Form mit der besten Prognose ist die, die bei Ruhe und eventuell durch Medikamentengabe stabilisierbar ist. Man nennt diese leichte Form auch stabile Angina Pectoris. Die Erkrankung bleibt zwar ein Leben lang bestehen, aber ein relativ normales Leben ist dennoch möglich. Die gefährliche Form der Angina Pectoris ist die, die auch in Ruhe auftritt und die nicht auf Medikamentengabe wie Nitrospray anspricht. Diese Form wird auch instabile Angina Pectoris genannt. In diesem Falle sollte man sich in ärztliche Überwachung geben.

Herzschmerzen individuell anders wahrnehmbar
Auch bei dem Herzschmerz gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede. Frauen klagen eher über Müdigkeit, Männer spüren öfters den Schmerz. Wenn eine Angiopathie durch Diabetes erzeugt wurde, ergibt sich das Problem, dass die Nervenleitungen gestört sein können. Man hat Symptome der Angina Pectoris aber nicht die dazugehörigen typischen Schmerzen.

Andere Ursachen für Brustschmerzen
Neben den kardiologischen Ursachen des Brustschmerzes sollte man aber immer auch an die anderen möglichen Ursachen denken. Eine bösartige Veränderung im Brustbereich oder auch im Magenbereich ist nach Abklärung des kardiologischen Befundes in Betracht zu ziehen. Das Hinüberziehen des Schmerzes in die Schultergegend oder aber das Ansprechen auf Ruhe sind schon gute Unterscheidungsmerkmale, ob der Schmerz vom Herz kommt oder von einem anderen Organ.