Das Spitzdach dämmen und ausbauen: Anleitung

Wer sein Spitzdach ausbauen möchte, muss bestimmte Kriterien beachten, die gesetzlich vorgeschrieben sind, damit der Wohnraum erweitert werden darf.


Bevor man sich an den Ausbau des Spitzdachs macht, muss beim Bauamt erfragt werden, ob dies auch ohne Genehmigung durchzuführen ist. Vor der Planung sollte geprüft werden, ob der Boden hierfür tragfähig ist und ob der Dachstuhl und die Dachdeckung eventuell Feuchtschäden vorweisen. Sind die richtigen Voraussetzungen geschaffen, kann man sich an die Dämmung machen.

Dämmung

  • Für die Dämmung des Spitzdachs sollte Klemmfilz aus Mineralwolle oder Rollen, beziehungsweise Matten, aus Baumwolle, Kokosfaser oder Schafwolle verwendet werden. Nachdem der Sparrenabstand gemessen wurde, werden die Dämmstoffbahnen entsprechend zugeschnitten – gern etwas großzügiger, damit es durch das Klemmen zwischen den Sparren fest sitzt. Dabei sollte von unten nach oben gearbeitet und für jede Bahn einzeln der Abstand gemessen werden. Bei Pfetten und Firstbalken können die Hohlräume mit Reststücken ausgestopft werden.
  • Anschließend wird eine Folie aufgetackert, die als Dampfsperre dient. Die Überlappungen der Folien werden mit einem speziellen doppelseitigen Klebeband abgedichtet, fest angedrückt und hierauf die nächste Folienbahn geklebt. Am Anschluss zum Giebel, wird das Dichtband zwischen Dämmung und Giebelwand geklebt. Die durchhängende Folie wird mittels einer Dachlatte, die gehobelt ist, stramm gezogen, gegen die Folie gedrückt und mit speziellen Schrauben an den Sparren geschraubt. Überstehende Folie wird abgeschnitten.
  • Das gleiche Prinzip wird bei den Firstpletten und Fußpletten angewendet. Beim Fenster wird die Folie über die Laibung gezogen und eingeschnitten. Im Laibungswinkel bleibt die Folie übergelappt und wird verklebt. Eine zweite Lage Folie sollte zur Sicherheit angebracht werden.

Dampfsperre

  • Nun wird die Dampfsperre, die aus einer Folie besteht, an den Sparren des Spitzdachs angebracht, jeweils in einzelnen Bahnen und durchhängend. Als Randbefestigung reichen ungefähr drei Zentimeter, damit die Folie nicht reißt. Die einzelnen Bahnen sollten zehn Zentimeter übereinanderlappen und luftdicht mit doppelseitigen Klebeband miteinander verklebt werden.
  • Die passende Folienbreite wird ermittelt, indem der Abstand zwischen den einzelnen Sparren gemessen und hierzu noch 13 Zentimeter für die Überlappung gerechnet wird. Bei der Länge sollten jeweils zehn Zentimeter für die beiden Abschlüsse hinzugerechnet werden. Nach dem Zuschnitt der Folie wird diese mit einem Abstand von jeweils 20 Zentimetern an den Sparren getackert.
  • Auch hier wird von unten nach oben gearbeitet und alles luftdicht abgeklebt. Eine Dachlatte kommt hier ebenfalls zum Einsatz, die zum Halt der Folie an den Randsparren oder das entsprechende Bauteil geschraubt wird. Überschüssige Folie wird wieder abgeschnitten. Zusätzlich kann das Spitzdach mit einer sogenannten Untersparrendämmung gedämmt werden.