Das Wetter: Alles andere als langweilig

Regen und Sonne kennen wir alle zur Genüge. Aber haben Sie schon mal vom Tierregen oder dem Venusgürtel gehört?


Das Wetter hängt eng mit unseren Stimmungen und Emotionen zusammen. Lacht die Sonne am Himmel, tragen auch wir ein Lächeln auf dem Gesicht. Ist es draußen jedoch grau, trist und regnerisch, hilft nur noch, sich in das warme Bett einzukuscheln und abzuwarten.
Ein besonderes Phänomen ist die Wetterfühligkeit, bei der Luftdruckgebiete sogar für gesundheitliche Probleme wie Kopfschmerzen und Schwindel sorgen. Eines jedoch ist klar: So langweilig wie das Wetter in der morgendlichen Vorhersage immer erscheint, ist es nicht. Ganz im Gegenteil.

Spektakulär und gefährlich
Wenn der Himmel donnert und grollt, es plötzlich dunkel wird, dann ist der menschliche Urinstinkt, sich in einer schützenden Höhle zu verkriechen und erst wieder herauszukommen, wenn alles vorbei ist. Hier ist man wirklich am sichersten, denn obwohl das Risiko verschwindend gering ist, wurden schon Menschen von Blitzen getroffen. Die Regel mit den Eichen und Buchen jedoch sollte man schleunigst wieder vergessen. Denn Blitze schlagen immer in den höchsten Punkt ein, da ist es egal, unter welchem Baum man steht.

Wie wird das Wetter morgen: Wettervorhersagen
Als es noch keine Satelliten gab, verließen sich die Menschen auf ihre Beobachtungen des Himmels. Da Landarbeiter auf die relative Vorhersagbarkeit von Regen, Hagel und Co. angewiesen waren, um ihre Ernte zu sichern, entstanden schon früh Reime, die für jeden Tag des Jahres eine einfache Regel enthielten. Heute kennt man diese Form der Wettervorhersage als Bauernregeln. Moderne Wettervorsagen funktionieren freilich anders. Meteorologen sind heutzutage in der Lage, das Wetter für eine ganze Woche vorherzusagen – mit einer Trefferwahrscheinlichkeit von 90 Prozent. Um an die nötigen Daten heranzukommen, kommen Bojen, Flugzeuge, Wetterballons und besagte Satteliten zum Einsatz. Am PC wird das Ganze dann ausgewertet und für den Fernseh- oder Radio-Wetterbericht aufbereitet.

Die Faszination der Schäfchenwolke
Eigentlich gibt es die Schäfchenwolke gar nicht. Ihr Aussehen, das an ein flauschig weiches Schaffell erinnert, wird ihr den Namen eingebracht haben. Wissenschaftlich nennt sich die Schäfchenwolke Cumuluswolke (Haufenwolke). Neben dieser gibt es noch jede Menge weiterer Wolken, etwa die Ciruswolke (Federwolke) oder die Stratuswolke. Ausgehend von der internationalen Klassifizierung der „World Meteorological Organisation“, festgehalten im internationalen Wolkenatlas, unterscheidet man nach der Höhe, in der sie erscheinen, vier Wolkenfamilien. Daneben gibt es Unterarten und Sonderformen. Insgesamt kommen so eine ganze Menge unterschiedlicher Wolken zusammen. Aber keine ist so schön wie die Schäfchenwolke, die uns zum Träumen anregt.

Fantastische Wetterphänomene
Man sagt, wer bis zum Ende eines Regenbogens geht, findet einen Schatz. Ob man nun zu den Glücklichen gehört oder nicht, ein wunderschöner und seltener Anblick ist so ein Regenbogen allemal. Er kommt zum Vorschein, wenn es geregnet hat und die Sonne kleine Wassertröpfchen reflektiert. Er gehört noch zu den häufigeren Wetterschönheiten. Andere wie der Tierregen oder der Diamantenstaub treten nur sehr selten auf. Wenn sich aus gefrorenen Wassertröpfchen ein Nebel bildet, entsteht ein zauberhafter Anblick. Auch ein farbiger Mond oder Grüne Blitze sind einzigartig aber nur zu sehen, wenn man aufmerksam bleibt.