Dauerwelle - Behandlung für dauerhafte Locken

Bei einer Dauerwelle wird das nasse Haar auf spezielle Dauerwellenwickler aufgedreht. Durch Veränderung der Struktur der Haare wird der gewünschte dauerhafte Lockeneffekt erzielt


Bis vor etwa zehn Jahren war die Dauerwelle noch eine radikale, chemische Behandlung, die dem Haar erhebliche Schäden zugefügt haben. Inzwischen jedoch sind sehr sanfte Verfahren entwickelt worden, die das Haar kaum oder gar nicht mehr belasten. Spezielle Pflegeprodukte, beispielsweise ein besonderes Dauerwellenshampoo und eine darauf abgestimmte Spülung für dauergewelltes Haar sorgen ebenfalls dafür, dass das Haar mit Feuchtigkeit versorgt wird. Auch eine Kurpackung sollte regelmäßig angewendet werden, um die Gesundheit des Haars auch mit einer Dauerwelle zu erhalten.

Für jedes Haar geeignet
Dauerwellen eignen sich für jedes Haar. Durch eine Dauerwelle entsteht mehr Volumen, Damen, die sehr kräftiges Haar haben, sollten also eine Dauerwelle mit einem entsprechenden Schnitt kombinieren. Frauen mit sehr feinem Haar ist eine Dauerwelle sogar angeraten, denn tägliches Waschen und Föhnen, ist auf die Dauer viel schädlicher für das Haar als eine Dauerwelle. Die chemische Welle ist durchaus aus bei naturkrausen Haaren möglich. Viele Frauen mit natürlich gewelltem Haar klagen über den Widerstand der kaum zu bändigenden Locken, der jegliches Styling zu einem unmöglichen Unterfangen gestaltet. Diesem Problem kann mit einer Dauerwelle Abhilfe geschaffen werden. Viele Damen afroamerikanischer Herkunft lassen sich die Locken mithilfe einer Dauerwelle herausziehen.

Ablauf einer Dauerwellenbehandlung
Das Prinzip der Dauerwelle ist im Grunde ganz simpel. Das nasse Haar wird auf spezielle Dauerwellenwickler aufgedreht. Ist das Haar komplett aufgedreht, wird es mit der Dauerwellenflüssigkeit- in der Regel besteht diese aus einer Basislösung und einem sogenannten Advikator- gut durchtränkt. Die alkalische Dauerwellenflüssigkeit raut das Haar auf und zwingt es sozusagen in die Form, die der Wickler vorgibt. Die Schwefelbrücken im Haar werden geöffnet und ermöglichen eine Formveränderung der Haarstruktur. Nach einer bestimmten Einwirkzeit wird die Flüssigkeit gründlich abgespült. Es folgt die Fixierung. Das noch immer aufgedrehte Haar wird mit der Fixierungsflüssigkeit- hierbei wird hauptsächlich Wasserstoffperoxid verwendet- durchtränkt. Nach einigen Minuten werden vorsichtig die Wickler entfernt und das Haar wird ein weiteres Mal mit der Fixierungsflüssigkeit behandelt, bevor es wenige Minuten später gründlich ausgespült wird.

Haltbarkeit einer Dauerwelle
Eine Dauerwelle hält im Durchschnitt drei Monate. Danach besteht die Möglichkeit, eine reine Ansatz-Dauerwelle zu machen, wenn das bereits dauergewellte Haar noch schön fällt. In diesen Fällen kann man jedoch davon ausgehen, dass die nächste vollständige Dauerwelle etwa sechs Monate nach der ersten Behandlung gemacht werden sollte.

Kosten und Stylingtipps
Je nach Friseur kostet eine Dauerwelle zwischen 80 und 150 Euro. Viele Friseure berechnen ihren Preis inklusive Haarschnitt. Diese Ausgabe lohnt sich speziell für Damen, die sich das tägliche aufwendige Aufdrehen auf Lockenwickler sparen möchten, denn grundsätzlich wird eine Dauerwelle nur in Form geknetet – die Frisur sitzt immer. Grundsätzlich sollte man keine normalen Haarbürsten oder Kämme mehr benutzen, denn damit zieht man die Locken heraus. In jeder Drogerie, aber auch beim Friseur selbst sind grobzinkige Spezialkämme für Lockenfrisuren erhältlich. Mit Schaumfestiger, den man während des Föhnens ins Haar knetet, behalten die Locken eine schöne Form. Mit Haarwachs kann man der Frisur nun den letzten Schliff geben.