Debranding bei Handys- was bedeutet das?

Firmenlogo und ungewollte Handyfunktionen gehören mit dem Debranding der Vergangenheit an und schaffen mehr Benutzerfreundlichkeit.


Viele Mobilfunkkunden kennen das Problem: Das Handy besitzt auf dem äußeren Gehäuse das Firmenlogo des Herstellers oder hat auffällige Markenfarben. Ärgerlich wird es spätestens dann, wenn sich in der Software allerlei Voreinstellungen verstecken, die zum Teil kostenpflichtig sind. Abhilfe schafft das sogenannte Debranding.

So schnell ist man ungewollte Werbung los
Häufig gibt es bei Handys bestimmte voreingestellte Tastenkombinationen, die sich vom Kunden nicht ändern lassen oder gar Tasten, die ungewollt die Verbindung mit dem Internet herstellen. Und das kann sehr schnell sehr teuer werden. Um das zu verhindern gibt es das Debranding. Der Begriff kommt aus dem Englischen und beschreibt das Entfernen jeglicher sichtbaren und zunächst unsichtbaren Markenzeichen (englisch: brand). Das bedeutet zum einen, die äußeren Spuren des Mobilfunkanbieters zu beseitigen. Bei einigen Handys reicht ein spezieller Radiergummi um das Firmenlogo zu entfernen. Bei anderen Herstellern bietet es sich an das äußere Gehäuse auszutauschen.

Effektiv lästige Funktionen entfernen
Schwierig wird das Debranding erst, wenn man die voreingestellte Software des Herstellers loswerden will. Dass dieses Problem besteht, haben viele Dienstleistungsanbieter bemerkt, und bieten einen Service an, dies für ihre Kunden zu übernehmen. Wer sich alleine dem Problem widmen möchte, braucht einen sogenannten „Terminator Dongle“. Das ist ein spezifisches Verbindungskabel zwischen Handy und Computer, mit dem die für das eigene Handy passende originale Firmware aufgespielt werden muss. Diese Firmware kann man auf speziellen Seiten im Internet finden. Der Vorgang nennt sich Flashen und dauert nur einige Minuten. Das Ergebnis ist, dass nun Voreinstellungen jeglicher Art verschwunden sind. Das heißt, Display und Menü sind nun firmenunspezifisch. Klingeltöne können selber aufgespielt werden, anstatt kostenpflichtig runtergeladen zu werden. Tastenkombinationen können kundenfreundlich festgelegt werden und natürlich verschwindet auch das lästige Problem, dass sich das Handy ungewollt ins Internet einwählt. Nachteile gibt es natürlich auch. Da man das Bebranding seitens der Handyanbieter verständlicherweise nicht gerne sieht, verfällt mit diesem Vorgang die Garantie des Herstellers. Das kann vor allem dann zu Problemen führen, wenn man als Laie einen Fehler beim Flashen gemacht hat. Servicestellen können dem vorbeugen und stehen bei Problemen und Fragen gerne zur Verfügung.