Deformationen der Wirbelsäule

Deformationen der Wirbelsäule können angeboren sein, aber auch aufgrund von Übergewicht und Fehlhaltung entstehen. Man kann zwischen Lordose und Kyphose sowie Skoliose unterscheiden.


Kyphose und Lordose
Bei einer Kyphose ist die Wirbelsäule im Brustwirbelbereich übermäßig nach hinten gebogen, sodass ein Rundrücken oder ein Buckel entsteht. Bei der Lordose sind die Lendenwirbel stark nach vorne verschoben. Beide Deformationen der Wirbelsäule treten häufig zusammen auf und sind meist auf Haltungsschäden durch Übergewicht oder eine schwache Muskulatur zurückzuführen. Auch andere Krankheiten wie Osteoporose (Knochenschwund) oder Arthrose (Knorpelrückbildung) können Kyphosen und Lordosen hervorrufen.

Skoliose
Bei einer Skoliose ist die Wirbelsäule seitlich gekrümmt. Unter dieser vererbbaren Krankheit leiden Frauen häufiger als Männer. Der Lebensstil hat keine Auswirkungen auf die Entstehung einer Skoliose. Ursachen können in seltenen Fällen Kinderlähmung, frühkindlicher Hirnschaden oder eine Fehlbildung des Knochengerüsts sein. Meist ist diese Krankheit angeboren und äußert sich durch sichtbare Deformationen der Wirbelsäule, Rückenschmerzen und einen veränderten Gang. Bei einer sehr ausgeprägten Skoliose kann es zu Herz- und Lungenproblemen kommen, da sich bei einer stark ausgeprägten Krümmung der Wirbelsäule der Brustraum verkleinern kann. Herz und Lunge haben dann nicht mehr genug Platz, um sich auszudehnen.