Den PC aufräumen und optimieren: Anleitung

Wenn am Computer nicht entsprechend vorgesorgt wird, verlangsamt sich im Lauf der Zeit die Reaktionszeit des Rechners. Im schlimmsten Fall stürzen Programme oder ganze PCs ab. Die Lösung: den PC aufräumen.


Speziell Computer-Nutzer ohne erweitertes Hintergrundwissen oder eher bequeme Nutzer werden das Problem eines behäbiger werdenden PCs kennen oder kennenlernen. Vor allem Windows-Nutzer sind betroffen. Wenn ein Linux-PC langsamer wird, ist meistens die Festplatte wirklich voll oder es handelt sich um technische Probleme. Bei Windows kann die Festplatte kaum genutzt sein und trotzdem benötigt der Rechner mehr und mehr Zeit, um Befehle auszuführen. Die Gründe dafür liegen im Betriebssystem selbst und zum Teil im Nutzerverhalten. Man sollte regelmäßig seinen PC aufräumen, damit der „Super-Gau“ ausbleibt.

Den PC aufräumen, um die Bremsen zu lösen
Zwei der häufigsten Ursachen sind die temporären Internetdateien und die sogenannte Fragmentierung von Dateien. Für die temporären Internetdateien existiert ein eigener Ordner, dessen Inhalt dafür sorgen soll, dass häufig genutzte Seiten schneller geöffnet werden. Tatsächlich vergrößert sich der Inhalt dieses Ordners, bis die Festplatte voll ist. Wer seinen PC aufräumen möchte, beginnt damit, sich zuerst diesen Ordner anzusehen und dessen Inhalte zu löschen. Wer sich nicht auf die Suche nach dem Ordner „Temporary Internet Files“ machen möchte, kann über die Internetoptionen seiner Systemsteuerung im Bereich Browserverlauf, diese mit einem Klick auf Löschen direkt entfernen. Ein Aufruf der Optionen kann über das Ausführen-Fenster mit Eingabe von 'control inetcpl.cpl' erfolgen. Das Defragmentieren gehört zum PC aufräumen ebenfalls immer dazu. Der Rechner übernimmt dies, wenn man sich die Laufwerke anzeigen lässt, mit der rechten Maustaste die Eigenschaften eines Laufwerks aufruft und bei Tools Defragmentieren aufruft. Schneller geht es mit dem Befehl 'dfrgui' über das Ausführen-Fenster. Damit kann man wortwörtlich den PC aufräumen. Bei Windows passiert es, dass Dateien bei der Verwendung auseinandergerissen werden. Die Teile liegen verstreut auf der Festplatte. Um eine solche Datei zu lesen, springt der Lesekopf an die jeweiligen Teile, was Zeit zum Suchen und Zeit zum Zusammenfügen kostet. Bei extrem fragmentierten PCs kann eine wichtige Datei nicht mehr in einer bestimmten Zeit zusammengesetzt werden, was dann das aufrufende Programm zum Absturz bringt. Bei Systemdateien, geht der gesamte Rechner in die Knie.

Gibt es Programme die den PC aufräumen?
Für das Defragmentieren existieren außer dem Bordmittel von Windows weitere Programme, die zum Teil sogar effizienter sind. Sowohl diese, als auch das Bordprogramm kann zeitgesteuert ablaufen lassen, sodass man sich nicht mehr selbst darum kümmern muss. Auch die temporären Internetdateien lassen sich automatisiert beim Schließen des Browsers löschen. Verschiedene Tweaker - das sind Programme, die versteckte Windows-Funktionen öffnen und kleine Werkzeuge mitbringen - bieten Änderungen an den Systemdateien an, die nicht nur den PC aufräumen, sondern das Zumüllen im Ansatz verhindern.