Dengue Fieber: Verbreitung, Symptome, Behandlung

Die Virusinfektion Dengue Fieber tritt vor allem in den Tropen und Subtropen auf, besonders verbreitet ist sie in Lateinamerika und Südostasien.


Jährlich erkranken etwa 50 bis 100 Millionen Menschen am Dengue Fieber, für 22.000 von ihnen endet die Krankheit tödlich. Übertragen wird das Virus ausschließlich von weiblichen tagaktiven Stechmücken, hauptsächlich der Asiatische und Ägyptische Stechmücke. Wie bei allen von Insekten übertragenen Erkrankungen sind auf Grund der günstigen Brutbedingungen während regenreicher Zeit und Überschwemmungen besonders viele Infektionen zu verzeichnen. Da es bislang keinen Impfstoff gegen das Virus gibt, ist der einzige Schutz demnach der klassische Mückenschutz. Auch eine erstmalige Infektion immunisiert nur gegen diese eine der insgesamt vier vorkommenden Virusarten; oftmals nimmt eine weitere Infektion sogar einen deutlich schwereren Verlauf.

Grippeähnliche Erkrankung

Nach etwa fünf bis acht Tagen Inkubationszeit zeigen sich beim Infizierten bisweilen heftige grippeähnliche Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen begleitet von hohem Fieber oder Schüttelfrost, manchmal auch Hautausschlag. Meist verbessert sich der Gesundheitszustand nach zwei bis vier Tagen zunächst, nach einer wenige Tage dauernden Ruhepause bricht das Dengue Fieber in einem für eine biphasische Krankheit typischen zweiten Schub jedoch erneut aus. In dieser zweiten Phase sind die Symptome in den meisten Fällen deutlich abgeschwächt. Oder aber das Gegenteil ist der Fall und die Krankheit entwickelt sich zu ihrer weit gefährlicheren Variante, dem Dengue-Hämorrhagischen Fieber.

Lebensgefährliche Blutgerinnungsstörung

Beim hämorrhagischen Verlauf der Erkrankung ist die Blutgerinnung gestört, was sich unter anderem in Hautrötungen, starken Flüssigkeitsverlusten oder kalter Haut äußert. Auch innere Blutungen, Dehydratation oder Kreislaufkollaps können auftreten, im schlimmsten Fall und bei hohem Blutdruckabfall kommt es während des Dengue-Hämorrhagischen Fiebers zum Dengue-Schock-Syndrom, in dessen Folge der Patient ins Koma fällt und sterben kann. Bislang völlig ungeklärt ist, warum beinahe ausschließlich Kinder an der schweren Variante des Dengue Fiebers erkranken.

Behandlung der Erkrankten

Eine antivirale Behandlung des Dengue Fiebers ist nicht möglich, es können lediglich die Symptome gelindert, also das Fieber gesenkt und schmerzstillende Medikamente gegeben werden. Im Normalfall ist die Erkrankung nach zwei Wochen abgeklungen. Beim schweren hämorrhagischen Verlauf sollte sich der Patient aber sofort in ärztliche Behandlung geben, diese erfolgt meist intensivmedizinisch im Krankenhaus. Dort können je nach Zustand neben Flüssigkeit und Electrolyten auch Sauerstoff, Plasma- oder Bluttransfusionen gegeben werden, um das Dengue Schock Syndrom zu verhindern.
In Deutschland ist jeder Fall, auch der Verdacht von Dengue Fieber meldepflichtig.