Depression nach der Geburt - Mangelnde Mutterliebe?

Vielen Müttern fehlt nach der Geburt ihres Kindes die Beziehung zum Kind. Das liegt meistens an dem Stress, den die Frau während der Geburt über sich ergehen lassen muss. Viele Frauen fallen daher in eine Depression nach der Geburt.


Eigentlich gehört die Geburt eines Kindes zu den schönsten Erfahrungen, die eine Frau in ihrem Leben machen kann. Auch, wenn ein Neugeborenes erst einmal den kompletten Tagesablauf seiner Mutter auf den Kopf zu stellen weiß und sie zu allem Übel auch noch um so manche Nacht bringt, wird der Familienzuwachs trotz massivem Stress stets positiv beäugt. Manche Frauen verfallen jedoch in eine Depression nach der Geburt.

Starke psychische Belastung

  • Obwohl sie ihr Kind lieben wollen, gelingt es ihnen nicht, eine Bindung zu dem Säugling aufzubauen. Tritt dieser Fall ein, ist es wahrscheinlich, dass die Mutter an einer Depression leidet, die im direkten Zusammenhang mit der Geburt des Kindes steht. Die Frauen sind dem oft hilflos ausgesetzt, fühlen sich kraftlos und setzen sich meist selbst psychisch stark unter Druck. 
  • Die Angst, eine „Rabenmutter“ zu sein und keine Mutterliebe zu dem Neugeborenen entwickeln zu können, lastet stark auf der Psyche der betroffenen Frauen. Sie haben Angst, ihrer Mutterrolle nicht gerecht zu werden und fühlen sich mit der Versorgung ihrer Kinder überfordert. Dies erzeugt Schuldgefühle in ihnen und ein destruktiver Kreislauf, dem man nur mit Hilfe wieder entweichen kann, beginnt.

Mutter und Neugeborenes leiden

  • Eine Frau, die an einer Depression nach der Geburt erkrankt ist, leidet. Eine solche Mutter reagiert nur selten auf das Kind. Die Situation wird in erster Linie daruch verschärft, dass sie auch keine positiven Gefühle, die sonst bei jeder Mutter, nimmt sie ihr Baby auf den Arm, automatisch eintreten, entwickelt. Sie hat eher eine passive Einstellung zum Nachwuchs. Leider registriert das Baby die mangelnde Aufmerksamkeit seiner Mutter. 
  • Gelingt es ihr nicht, ihre negativen Gefühlschwankungen zu unterbrechen, wird das Baby auch immer seltener versuchen, Kontakt zu ihr aufzunehmen. Die Kommunikation zu der wichtigsten Bezugsperson an sich ist damit unterbrochen. Nicht selten erleiden Babys, wenn die Depression zu lange andauert, kommunikative Störungen. Denn für eine normale Entwicklung braucht das Kind den Kontakt zur Mutter. 

Lassen Sie sich helfen

  • Wenn eine Frau in einer solchen Situation keinen verständnisvollen Partner zur Seite hat, der ihre Situation versteht und ihr hilft, das Kind zu versorgen, ist das eine extreme Belastung. Sowohl für Mutter als auch für das Neugeborene. Deswegen sollten sich Frauen, die an einer Depression als Folge der Geburt des Kindes leiden, professionelle Hilfe suchen. Oft schämen sie sich aber zu sehr und suchen die Schuld bei sich. Das ist aber genau der falsche Weg. 
  • Also schweigen Sie nicht. Reden Sie über Ihre Ängste. Leider nehmen nur 20 Prozent der betroffenen Frauen professionelle Hilfe an. Dramatisch ist, dass das mangelnde Gefühl an Mutterliebe zum Säugling sogar manch verzweifelte Mutter in den Selbstmord treibt.
  • Sollten Sie nach der Geburt Ihres Kindes genau an der beschriebenen Symptomatik leiden, zögern Sie nicht. Lassen Sie sich helfen und überwinden Sie Ihre persönliche Lebenskrise. Schämen Sie sich nicht länger und besprechen Sie in der Familie, wie die Versorgung des Kindes gewährleistet werden kann. 
  • Manchmal eröffnen sich dann ganz neue Möglichkeiten, die den ersten Lichtblick aus einer ausweglosen Situation bedeuten. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht von sich selbst. Holen Sie sich professionellen Rat bei einem Psychologen ein und entwickeln Sie eine Perspektive, sich und Ihrem Kind zu helfen. Sie können immer noch die beste Mutter aller Zeiten werden.