Auch Kinder können bereits depressiv sein. Dabei lassen sich Depressionen bei Kindern an einem verschlossenen, abwesenden, ernsten und manchmal auch aggressiven Verhalten erkennen. Etwa acht Prozent der Jugendlichen leiden unter Depressionen, im Kindesalter vor allem Jungen, in der Pubertät überwiegend Mädchen. Die Symptome sind je nach Alter sehr unterschiedlich. Häufig treten Wein- oder Schreikrämpfe, Schlaf- und Appetitstörungen auf.
Depressionen bei Kindern - Anzeichen
Je jünger die Kinder sind, desto unterschiedlicher sind die depressiven Symptome im Vergleich zu Erwachsenen. Bei Kleinkindern treten Appetit-, Schlaf- und Entwicklungsstörungen sowie Bauchschmerzen als Symptome in den Mittelpunkt. Dabei ist keine körperliche Ursache festzustellen. Bei vier- bis fünfjährigen Kindern sind die Symptome dagegen Lustlosigkeit, Stimmungsschwankungen und Aggressivität. Schulkinder weisen als Anzeichen vor allem Traurigkeit und Versagensängste auf, sie ziehen sich auch verstärkt von sozialen Kontakten zurück. Im jugendlichen Alter zeigen sich ähnliche Symptome wie bei Erwachsenen, hier überwiegen aber Wut, Verzweiflung und Teilnahmslosigkeit. Im Kinder- und Jugendalter stehen Schlaf- und Essstörungen meist im Zusammenhang mit Depressionen.
Depression in der Pubertät
Insbesondere Mädchen im Alter von 12 bis 14 können an einer Depression leiden. Dies liegt aber nicht nur an den Hormonunterschieden und den körperlichen Veränderungen. In diesem Alter sind die Jugendlichen noch sehr unsicher, was ihr eigenes Selbst angeht. Bin ich hübsch? Bin ich liebenswert? Kann ich mit den Freundinnen mithalten? Das Selbstwertgefühl ist bei diesen Mädchen noch nicht so stark ausgebildet und viele Faktoren können Zweifel hervorrufen, die sich im schlimmsten Fall in einer Depression äußern. Dazu können Lästereien anderer kommen, welche die Mädchen noch unsicherer machen.