Depressionen und Erektionsstörungen

Oft ist nicht genau klar, was nun zuerst da war, Depressionen oder Impotenz. Denn beides hängt eng zusammen.


Depressionen – diese tiefe krankhafte Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit – kann sowohl Ursache als auch Folge einer Erektionsstörung sein. Depressionen können bereits vorhanden sein und durch die Nebenwirkungen der Medikation werden Potenzprobleme ausgelöst. im anderen Fall bestehen die Erektionsstörungen schon seit längerer Zeit. Das Selbstbewusstsein sinkt mit jedem Tag, es stellt sich schließlich eine ernste Depression ein. Depressionen und Impotenz sind oft eng miteinander verknüpft, sodass eine Therapie immer psychotherapeutische und medizinische Elemente enthalten muss.

Behandlung von Depressionen und Impotenz
Kam es zu den Erektionsstörungen, weil eine Depression vorliegt, müssen zunächst diese therapeutisch behandelt werden. Dies beinhaltet meist auch die Gabe von antidepressiven Medkamenten. Wichtig ist, dass sich der Psychotherapeut auf dem Gebiet der sexuellen Störungen auskennt, da diese in der Therapie angesprochen werden sollten.
Der Verlust der Libido ist bei schweren Depressionen nicht ungewöhnlich, geht es dem Betroffenen besser, wird auch das Interesse am Sex langsam wiederkehren.

Potenzpillen verbessern Depressionen
Untersuchungen haben herausgefunden, dass Potenzpillen positive Auswirkungen auf Depressionen haben können. Als Zusatzmedikation von Depressionen können sie daher unterstützend eingesetzt werden, sodass die Betroffenen trotz Erektionsstörungen weiterhin Sex haben können. Das trägt auch zur seelischen Heilung bei. Das angeschlagene Selbstbewusstsein kann sich erholen und das Gefühl der Männlichkeit hat wieder eine Chance.

Antidepressiva: Medikamentengabe anpassen
Treten Erektionsstörungen als Nebenwirkung von Antidepressiva auf, kann man durch Umstellung der Dosis ebenfalls eine Besserung herbeiführen. In Absprache mit dem behandelnden Arzt kann zunächst das Medikament gewechselt werden, auch die Reduzierung der Dosis sollte in Erwägung gezogen werden. Sehr unwahrscheinlich, aber in Einzelfällen hilfreich ist Abwarten, bis die Erektionsstörungen von selbst wieder verschwinden. Ausprobiert werden sollte auch, Einnahmepausen einzulegen, etwa am Wochenende (drug holidays). Ergänzend zu den Antidepressiva können auch Potenzpillen eingenommen werden.

Noch mehr Zusammenhänge
Einer amerikanischen Studie aus dem Jahr 2000 zufolge hängen nicht nur Depressionen und Erektionsstörungen eng zusammen, auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu diesem Dreier-Beschwerdenkreis. Depressionen gelten als Risikofaktor für Herzbeschwerden. Behandelt man erfolgreich Depressionen, hat das wiederum Auswirkungen auf das Herz. Kann man der Erektionsstörungen Herr werden, verbessern sich auch die Symptome der Herz-Kreislaufprobleme.