Der Adirondack Chair: Ein zeitloser Klassiker

In den USA gehört der Adirondack Chair zu den beliebtesten Gartenstühlen überhaupt. Auch hier sieht man immer mehr dieser bequemen Holzstühle.


Aus Hollywoodfilmen oder dem letzten USA-Urlaub kennt man den Adirondack Chair vielleicht noch. Eventuell hat man ihn aber auch schon in öffentlichen Parks oder in den Privatgärten von Trendsettern gesehen. Fakt ist: Der Adirondack Chair findet immer Anklang in deutschen Gefilden. In den USA ist er bereits sehr weit verbreitet. Das Adirondacking ist in den Südstaaten der USA sogar ein Begriff für Picknicke – weil man auf den Stühlen so bequem verweilen kann und durch die breiten Lehnen genug Platz ist, ein Getränk oder einen Snack abzustellen. Die Adirondack Chairs – sprich: ä-duron-däck – die auch unter den Namen Westport Chair, Muskoka Chair, Bearchair oder Hummelstuhl bekannt sind, sind auf jeden Fall schwer angesagt.

Für ein Strandhaus entwickelt
Die Stühle stammen aus Nordamerika, der erste Adirondack Chair wurde von Thomas Lee 1900 gebaut. Er wollte damit sein Sommerhaus ausstatten, da ihm noch bequeme Stühle für den Rasen fehlten. Sein Freund Harry Bunnell, ein Schreiner, brachte den Stuhl in Serie und patentierte den Stuhl 1904 – angeblich ohne vorher Lee um Erlaubnis zu fragen. Damals wurde der Adirondack Chair noch unter dem Namen „Westport Chair“ verkauft. Bei einem klassischen Adirondack Chair ist die Rückenlehne gefächert, die Armlehnen sind extra breit und sie neigen sich stark nach hinten.

In vielen Varianten erhältlich
Der klassische Adirondack Chair ist für eine Person. Doch heute gibt es ihn in vielen verschiedenen Varianten. Manche sind gleich für zwei Personen geeignet, andere haben einen integrierten Tisch, wieder andere sind Schaukelstühle. Auch gibt es die Stühle als Kinderversion und als Klappstuhl. Man bekommt ihn entweder fix und fertig oder als Bausatz. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Außerdem gibt es ihn in verschiedenenen Holzausführungen, zum Beispiel aus Teak, Zedernholz, Kiefer, Pinie, Fichte, Eukalyptus oder Keruing Balau. Exemplare aus Pinie, Kiefer oder Fichte sollten vor dem Benutzen unbedingt lasiert werden. Harthölzer sollten mindestens alle zwei Jahre geölt werden, die Schrauben sollten natürlich rostfrei sein. Heute gibt es ihn sogar aus Kunststoff.

Nicht auf Kopien hereinfallen
Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie sich im Stuhl wohlfühlen. Dafür muss dieser körpergerecht geformt sein. Bei einer geraden Rückenlehne oder Sitzfläche ist das nicht der Fall. Deswegen sollte man bei billigen Nachbauten vorher unbedingt den Sitztest machen. Ein Original überzeugt durch einen hohen Sitzkomfort und eine exzellente Verarbeitung.