Der Berufseinstieg für Absolventen

Für viele Hochschulabsolventen gestaltet sich der Berufseinstieg nach dem Abschluss schwieriger als erhofft.


Man sollte annehmen, dass Absolventen nach dem erfolgreich abgeschlossenen Studium alle Wege in die Berufswelt offen stehen. Leider ist der Weg zur Festanstellung für viele Alumni mit dem Hochschulabschluss noch nicht beendet. Wir verraten Ihnen, welche Wege zu einer Festanstellung führen können.

Praktikum
Ursprünglich sollten Praktika Schülern, Studenten und auch Absolventen als praktische Ergänzung zur meist theoretischen Ausbildung dienen. Heute nutzen viele Unternehmen Praktikanten als billige und qualifizierte Arbeitskräfte aus. So ist es mittlerweile keine Seltenheit, dass Praktikanten in vielen Unternehmen zum festen Bestandteil geworden sind. Trotzdem ist es für viele Absolventen schwierig sogar an einen dieser Praktikumsplätze zu gelangen, da es nach wie vor mehr Bewerber als Plätze zu geben scheint. Manchmal führt ein Praktikum in einem Unternehmen zu einem Volontariat oder einer Traineestelle.

Volontariat für Geisteswissenschaftler
Das Volontariat bezeichnet die Ausbildung im journalistischen und redaktionellen sowie auch im kaufmännischen Bereich. Die meisten Volontariate finden sich jedoch im Bereich der Medien, wie etwa bei TV- und Radio-Anstalten, Zeitungen, Zeitschriften und Online Redaktionen. Aber auch im Verlagswesen und in PR- und Werbeagenturen werden Volontariate angeboten. Die Gehälter, die für eine solche Ausbildung gezahlt werden, sind oftmals ziemlich mager und häufig ist auch unsicher, ob der Volontär nach der Ausbildung übernommen wird.
Ein Volontariat schließt sich meist an ein geisteswissenschaftliches Studium an. Die Ausbildungszeit liegt in der Regel zwischen zwölf und 24 Monaten, allerdings raten Experten dazu eine Dauer von 18 Monaten nicht zu überschreiten. Für eine Tätigkeit in der Öffentlichkeitsarbeit oder in der Unternehmenskommunikation ist ein Volontariat heute schon Pflicht. Ähnlich wie bei einem Traineeship durchläuft der Volontär in seiner Ausbildung verschiedene Bereiche innerhalb eines festen Ausbildungsplanes, wobei er praktische Erfahrungen sammeln soll.

Traineeprogramm
In Traineeprogrammen bilden Unternehmen junge Führungskräfte aus, die nach der ein- bis zweijährigen Ausbildung zumeist fester Bestandteil der Unternehmensstruktur werden sollen. Trainees haben oftmals ein wirtschaftswissenschaftliches Studium absolviert und möchten anschließend im Vertrieb oder Marketing arbeiten. Es gibt jedoch auch Traineeprogramme aus anderen Fachbereichen. Während der Ausbildung durchläuft der Absolvent alle Abteilungen innerhalb des Unternehmens und sammelt dabei praktische Erfahrungen. Trainees bekommen in der Regel ein höheres Gehalt als beispielsweise Praktikanten oder Volontäre. Es liegt in der Regel bei 2.000 bis 2.500 Euro brutto. Durch die sinkende Zahl an angebotenen Traineeprogrammen und die steigende Zahl der Bewerber sind die Qualifikationen an einen Trainee mittlerweile sehr hoch.

Zeitarbeit
Viele Arbeitsvermittler raten jungen Absolventen statt zu einem Praktikum zu Zeitarbeit. Dieser Sektor entdeckt zunehmend Absolventen und Akademiker für sich. Zwar entsprechen die angebotenen Jobs nicht immer den Vorstellungen der Absolventen, jedoch bringen sie mehr Geld als ein Praktikum ein und bringen neue praktische Erfahrungen mit sich. Außerdem lassen sich mit Zeitarbeit Lücken im Lebenslauf füllen, die man nach Angaben der Experten in seinem Lebenslauf lieber vermeiden sollte.