Der Fächerahorn - Wissenswertes

Um wirklich authentisch zu wirken, kommt kaum ein japanisch inspirierter Garten ohne den malerisch wirkenden Fächerahorn aus.


Der Fächerahorn, lateinisch Acer palmatum, hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Wer einen Fächerahorn sein Eigen nennen kann, wird zu jeder Jahreszeit mit leuchtendem Laub in den unterschiedlichsten Farben belohnt. Beheimatet ist er im asiatischen Raum, hauptsächlich in Japan, Korea und China. Dort wächst er als breitbuschiger Baum heran, der durchaus bis zu 15 Meter hoch werden kann. Der Fächerahorn zählt zur Gattung der Ahorne und umfasst heute etwa 500 Sorten in 150 Arten. In Deutschland ist zumeist der japanische Fächerahorn (Acer japonicum) erhältlich. Seine relativ dünnen, schirmartig geneigten Zweige sind eine echte Augenweide. Der glatte dunkelbraune Stamm färbt sich mit zunehmendem Alter silbergrau. Eine kaum zu überschauende Anzahl an Blattformen macht die Auswahl eines persönlichen Favoriten nicht gerade einfach.

Pflegeansprüche
In Europa ist das Wachstum des Baumes durch das kühle und trockne Klima stark verlangsamt. Auch die kürzeren Vegetationsperioden tragen hierzu bei. Trotzdem kann der ausgepflanzte Baum eine Höhe von beachtlichen acht Metern erreichen. Ein Fächerahorn bevorzugt einen lockeren und humosen Boden, in lichtem Schatten und mit guter Drainage. Stauende Nässe wird sehr schlecht vertragen und führt zum Absterben der feinen Faserwurzeln. Auch starken Wind mag der feingliedrige Baum nicht. Bei schlechten Bodenverhältnissen sollte schnell reagiert werden, um den Baum zu retten. Entfernen Sie abgestorbene Äste und Wurzeln. Den Boden mit Sand und reifem Kompost versetzen, um eine ausreichende Drainage zu erreichen. Ein Formschnitt ist bei einem ausgepflanzten Ahorn eigentlich nicht nötig. Lediglich abgestorbene Äste sollten entfernt werden.

Kübelpflanze
Ein Fächerahorn lässt sich auch problemlos im Kübel halten. Auf dem Balkon oder der Terrasse erfreut er mit seinem prächtigen Farbspiel. Im Herbst kann ein Kunststoffkübel dann einfach im Garten eingegraben werden. Als Winterschutz reicht eine Laubschicht auf dem Boden aus. So lässt sich auch das Wachstum ein wenig steuern. Um eine bessere Winterhärte zu erreichen, ist im September eine Patentkaligabe ratsam. Im Frühjahr bezaubert uns dann wieder der gelbgrüne bis leuchtend rote Austrieb.

Bonsai
Als Bonsai hat der Fächerahorn bereits eine lange Tradition. Durch seinen filigranen Wuchs gehört er zu den Lieblingen der Bonsaigärtner. Aber seine Gestaltung erfordert ein wenig Erfahrung. Der Fächerahorn gilt als wenig schnitttolerant. Da der Baum schlecht aus dem alten Holz austreibt, ist deshalb ein vorausschauender Schnitt notwendig. Ein erfahrener Bonsaikünstler schneidet immer so, dass junges Holz mit einigen schlafenden Augen stehen bleibt.