Der Farbkreis - für jeden Zweck verschiedene Modelle

Jeder hat schon einmal eine Anordnung von Farben in einem Farbkreis gesehen. Die Anordnung der Farben geschieht immer unter einem Gesichtspunkt, weshalb es auch im Laufe der Zeit schon unterschiedliche Modelle gab.


In einem sogenannten Farbkreis werden bestimmte ausgewählte Farben und ihre Abstufungen so dargestellt, dass man ihre Beziehung zueinander erkennen kann. Die Farbkreise kommen in der Farbberatung zum Einsatz.. Im Laufe der Zeit gab es viele verschiedene Modelle und heute wird auch noch immer mit unterschiedlichen gearbeitet. Es können nämlich nicht alle Aspekte der Farbbeziehungen zueinander in einem einzigen Modell dargestellt werden. Es erfolgt also immer eine Auswahl der Farben, nach den Eigenschaften und Aspekten, die schematisch in einem Farbkreis dargestellt waren sollen. Solche Aspekte können technisch, psychologisch, ästhetisch, künstlerisch und vieles mehr sein.

Gesichtspunkte der Modellbildung
Es gibt mehrere Gesichtspunkte Farben zu sortieren und in einem Modell festzuhalten. Der geläufigste Gesichtspunkt bei der Anordnung, ist der nach der Ähnlichkeit zu gehen. Die meisten wählen automatisch diese Möglichkeit, wenn sie die Aufgabe gestellt bekommen, Farbmuster zu sortieren. Dabei werden sich ähnelnde Farben an einandergereiht, sodass sich Anfangsfarbe und Endfarbe wiederum sehr ähneln. Man kann somit die Enden der „Farbreihe“ schließen, sodass wir einen Ring oder Kreis erhalten. Dies ist die Anordnung nach Empfinden auf Ähnlichkeit und sie ist bei allen normalsichtigen Menschen extrem ähnlich.
Eine andere Möglichkeit der Anordnung ist der Gesichtspunkt der Farbmetrik, bei der die Zusammenhänge zwischen den Farben in einem Farbkreis anhand geometrischer Bezeichnungen, wie oben, unten, gegenüberliegend genutzt. Auch kann man die Farben nach Kontrasten ordnen, oder vielen anderen Aspekten mehr.

Verschiedene Formen der Farbdarstellung
Je nach Aspekt, der dargestellt werden sollte, unterscheidet es sich, was als Primärfarbe angesehen wird und somit kann man zwischen einer Darstellung im Rahmen eines Farbkreises, eines Farbsterns oder eines Farbpolygons wählen. Es gibt also keine „richtige“ Darstellung in einem einzigen Farbkreis, sondern sehr viele, die nach ihrer Funktion variieren. Der Kreis wird allgemein oft als die beste Darstellungsform bezeichnet. Er besteht aus den drei Primärfarben Blau, Gelb und Rot. Das bedeutet, dass es die Grundfarben sind, aus denen man die Übrigen mischen kann. Diese Mischfarben sind die Sekundärfarben und liegen in einem Farbkreis zwischen den Primärfarben angeordnet. Zusätzlich findet man in einem Farbkreis immer die Kontrastfarben, welche sich so stets gegenüberliegen.
Die bekanntesten Farbkreise, die wir kennen, sind die Farbkreise Goethes, der zwölfteilige Farbkreis nach Itten, Küppers Farbenlehre und der Farbkreis der additiven und subtraktiven Farbmischung.