Der Gartenlaubkäfer

Gerade die Larven vom Gartenlaubkäfer können zu einer Plage werden, die vor allem Rasenflächen zerstören.


In den heimischen Gärten kreucht, fleucht und fliegt es herum. Viele Insekten und anderes Getier sind wichtige Elemente des Ökosystems Garten. Der Gartenlaubkäfer gehört eher zu den unschädlichen Zeitgenossen, allerdings kann es bei einem vermehrten Vorkommen von Käferlarven zu Schäden im Garten – vor allem von Rasenflächen – kommen. Die im Boden abgelegten Larven können das Wurzelgeflecht vieler Pflanzen zerstören.

Aussehen und Vorkommen
Der Gartenlaubkäfer wird etwa acht bis elf Zentimeter groß und ist den meisten Leuten eher unter dem Namen Junikäfer oder kleiner Rosenkäfer ein Begriff. Von Ende Mai bis Ende Juni kann man den Rosenkäfer im Garten bewundern. Man findet ihn außer im eignen Garten vermehrt in Parkanlagen, auf Wiesen oder an Waldrändern, wo er sich hauptsächlich vom Blattwerk verschiedene Pflanzen ernährt. Im kultivierten Garten frisst der Gartenlaubkäfer – sehr zum Leidwesen vieler Liebhaber – mit Vorliebe die saftigen Blätter von Rosen.
Vom Körperbau sieht der Gartenlaufkäfer dem Maikäfer sehr ähnlich, allerdings ist er von kleinerer Größe und hat eher einen flachen Körper. Die Flügeldecken des Käfers sind gelb- bis rotbraun gefärbt und die Farbe von Kopf und Halsschild changiert je nach Lichteinfall zwischen schwarz und dunkelgrün.

Fortpflanzung und Entwicklung
In den Sommermonaten zwischen Ende Mai und Anfang Juli schlüpfen die Gartenlaubkäfer in den kühleren Abendstunden aus ihren Puppen. Die männlichen Käfer schlüpfen zuerst aus, während die Weibchen erst einige Tage später nachfolgen. Nur wenige Zeit vergeht bis die weiblichen Insekten von den Männchen begattet werden und alsbald ihre 20 bis 40 Eier in den Boden ablegen. Besonders beliebt sind für die Eiablage sonnige Orte, an denen der Boden locker und sandig ist. So können die Eier ohne großen Aufwand tief im Boden abgelegt werden, sodass sie vor Fressfeinden geschützt sind. Nach der Ablage reifen die Weibchen weiter heran und fressen in dieser Zeit große Mengen an Blattwerk bis sie nach zwei bis vier Wochen sterben. Aus den abgelegten Eiern schlüpfen nach etwa vier bis sechs Wochen die Larven des Gartenlaubkäfers. Die Engerlinge durchlaufen in den folgenden zehn Monaten insgesamt drei weitere Larvenstadien. Erst gegen April oder Mai verpuppen sich die Larven bis nach etwa zwei bis drei Wochen aus den Puppen die Käfer schlüpfen.

Gartenlaubkäfer als Schädling
Gerade die Engerlinge des Junikäfers können sich bei starkem Vorkommen als Schädlinge entpuppen. In der zweiten und dritten Phase der Larvenentwicklung wandern die Engerlinge dicht an die Erdoberfläche, wo sie sich von Wurzeln ernähren. Kommt es zu einer Überpopulation von Engerlingen kann es durch die Verletzung der Wurzeln zu Schädigungen von Rasenflächen kommen. Dies äußert sich in losen Grasnarben und braunen oder kahlen Stellen. Besonders auf Golfplätzen, Zierrasen oder anderen Sportanlagen können die Engerlinge somit zu Schädlingen werden.
Wer einem Schädlingsbefall vorbeugen möchte, sollte den Rasen in den Sommermonaten nicht zu kurz mähen und häufig wässern. So wird das Erdreich kühl gehalten. Bei einem akuten Befall können Fallen mit Lockstoffen oder chemische Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden. Neben diesen Möglichkeiten hat sich vor allem der Einsatz von Fressfeinden bewährt. Besonders beliebt sind hier die Fadenwürmer (Nematoden), die in Tonpulver gekauft werden und anschließend mit lauwarmen Wasser aufgelöst werden. Die entstandene Flüssigkeit wird dann über die befallenen Stellen geschüttet. Im Boden gelangen die Nematoden in die Blutbahn der Larven und setzen dort ein Bakterium frei, das die Engerlinge von innen heraus zerstört.