Potenzstörungen gehören immer noch zu den männlichen Tabuthemen, obwohl etwa jeder fünfte zwischen 30 und 80 Jahren zumindest zeitweise davon betroffen ist. Wenn das erste Mal festgestellt wird, dass etwas mit der eigenen Potenz nicht in Ordnung ist, wird es zunächst oft verdrängt und als etwas einmaliges abgehandelt. Der große Schock folgt, wenn man feststellt, dass das Problem bestehen bleibt. Ärztlicher Rat wird meist erst sehr spät eingeholt, da die Scham unbegründeterweise sehr groß ist. Wichtig ist in jedem Fall herauszufinden, welche Ursachen hinter diesem Problem stecken. Viele Risikofaktoren kann man sehr leicht selbst ausschließen und auf diese Weise die Wahrscheinlichkeit minimieren, mit diesem Problem belastet zu werden.
Drogenkonsum: Nikotin, Alkohol, Kokain und Co.
Dass Drogenkonsum sehr schwere körperliche Folgen haben kann, ist allgemein bekannt. Je nach Substanz und Konsumverhalten, treten Folgeerkrankungen erst nach vielen Jahren auf, oder aber auch recht zügig, was vor allem bei dem Missbrauch von harten Drogen der Fall ist. Man kann hierbei auch nicht allgemein vom Risikofaktor „Drogen“ sprechen, da die Wirkung der bekannten legalen und illegalen Rausch- und Genussmittel sehr unterschiedlich ist. Die bekanntesten und verbreitetsten Drogen, die bei langfristigem übermäßigen Konsum Impotenz begünstigen, sind Tabak und Alkohol. Dabei können die Folgeschäden an Organen wie der Leber, sowie die Schäden am Nervensystem und den Arterien so gravierend sein, dass die Impotenz irreversibel ist.
Illegale Drogen: Kokssucht fördert Impotenz
Bei den illegalen Drogen kann auch abhängig von der Droge und dem Konsumverhalten die Gefahr einer Impotenz bestehen. So wird bei der Droge Kokain, unabhängig von der Aufnahmeform, beobachtet, dass zu den körperlichen Nebenwirkungen, wie Abmagerung, Erschöpfung und Schlaflosigkeit, auch Impotenz hinzukommt. Obwohl die Einnahme von Kokain zunächst sexuell stimulierend wirkt, kehrt sich diese Wirkung nach chronischem Konsum um und eine sexuelle Interessenlosigkeit stellt sich ein. Auch bei Cannabis wird vermutet, dass ein hoher Dauerkonsum impotent machen soll. Dabei hat es aber allenfalls eine psychische Negativwirkung auf die Potenz, da bei Dauerkonsum oft Interessenlosigkeit eintritt, die sich entsprechend auch auf die Sexualität bezieht. Am ehesten kann Cannabis sich bei Jugendlichen, die sich noch im Wachstum befinden, negativ auf die sexuelle Entwicklung auswirken und Erektionsprobleme verursachen.