Der Marlene Look

Marlene Dietrich, die erste deutsche Schauspielerin, die es nach Hollywood schaffte. Den Marlene Look kopieren noch heute viele Frauen.


Erinnern Sie sich noch an die Zeit als die Röhrenjeans aufkam und alle Welt sich zu klein, zu dick oder zu feige für die knallenge Jeans fand und den neuen Look mit einem Nasenrümpfen quittierte? Ja? Dann werden Sie jetzt ein Deja-vu erleben, denn der neue Trend geht weit weg von engen und hüftigen Jeans und steuert aufs andere Ufer zu. Zu weiten, fließenden Hosen, die mit einigen Knöpfen bis zum Bauchnabel gehen und den Schritt, sowie das Bein optisch um Einiges verlängert. Der Marlene Look ist angesagt! Und wieder sind sich die meisten noch ein bisschen zu unsicher, ob sie das auch wirklich tragen können.

Key-Piece Marlenehose
Die Marlenehose, die einen wesentlichen Teil des Marlene Looks ausmacht, ist eine Hose die schon ab der Hüfte mit einem weit ausgestellten Bein beginnt. Man bezeichnet dieses Bein als weit und gerade, obwohl es aussieht, als würde es nach unten immer weiter werden. Allerdings sollte man diesen Schnitt nicht mit einer Schlaghose oder Bootcut verwechseln, denn dieser Schnitt ist an eine klassische Männerhose angelegt.
Mutige Fashionistas tragen die Marlenehose mit Stolz und Eleganz, auch wenn das sehr weite Bein, welches durch Bügelfalten entsteht, recht ungewohnt auf der Haut ist, wo jetzt doch einige Jahre das Beinkleid so eng wie möglich getragen wurde. Aber gerade hier sollten Sie keine Scheu haben. Obwohl so locker, bequem und leicht ist er diese Form der Hose um Einiges eleganter als die Röhre. Der Schnitt ist sehr vorteilhaft und kann von weiblichen Figuren als auch von sehr zierlichen getragen werden. Da er optisch das Bein verlängert kann auch eine 1,65 Meter große Frau nicht mehr mit dem Argument, sie sei zu klein kommen und auch die Ausrede „zu dick“ gilt nicht mehr, denn die so oft bemängelte Problemzone Bauch wird einfach mit dem Bund der Hose überdeckt.
Marlenehosen finden sich als Klassiker aus leichtem Wollstoff oder als Fashion-Variante aus dem Jeansstoff „Flare“. Auch mit Nadelstreifen macht die Marlenehose einiges her und ist so vor allen Dingen für den stylischen Auftritt im Büro geeignet.

Enges oben, weites unten
Neben diesem Main-Key-Piece gelten Blusen als besonders Marlene-like. Eine kurze weiße oder gestreifte Bluse, bei der lässig-sexy einige Knöpfe offen gelassen wird, sieht elegant und locker aus.
Aber auch Oberteile mit einem Knotenelement, im Matrosen-Look oder mit Trompeten-Ärmeln machen den Look perfekt. Achten Sie aber darauf, dass die Oberteile recht kurz sind, sodass von der Hose noch genug zu sehen ist. Das Reinstecken eines Oberteils ist natürlich auch möglich und wird sogar empfohlen! Kombiniert mit einer schlichten Weste, die auch offen gelassen werden kann, werden Sie der Marlene zum Verwechseln ähnlich sehen!

Die Accessoires
Als Accessoires sind Gürtel ein absolutes Must. Am besten eigenen sich hier schmale Lack-Grütel, die die Taille betonen. Auf den Laufstegen werden die Marlene-Hosen meist mit Plateau-Schuhen gezeigt, dies ist aber nicht die einzige Möglichkeit. Große Frauen brauchen nicht noch extra Größe, sondern können ruhig Ballerinas oder Slippers dazu tragen. Für kleine Frauen bieten sich natürlich Pateau-Sohlen oder andere hohe Schuhe überaus an, denn sie machen himmellange Beine, die beneidenswert aussehen.
Wer möchte, kann zum Marlene Look auch eine in gedeckten Farben gehaltene Schieber-Mütze zum Outfit kombinieren, um den von der Marlene aus Berlin so geliebten Freiheitsmut zu veräußern.