Der Mietaufhebungsvertrag – so klappt's auch mit dem Vermieter

Wann ist ein Mietaufhebungsvertrag notwendig und welche Punkte sollte man beachten?


Der Mietaufhebungsvertrag kann für beide Parteien von großem Nutzen sein. Oft ist es die beste Lösung, um lange und teure Streitigkeiten zu vermeiden. Den Vertrag kann man bereits zu Beginn eines Mietverhältnisses schließen. Eine andere Möglichkeit ist, das man ein bestehendes Mietverhältnis mit dem Aufhebungsvertrag beendet. Der Vertrag kann mündlich abgeschlossen werden, ratsam ist es aber, wegen der Beweislast, wenn man ihn schriftlich niederlegt.

Wann ist der Mietaufhebungsvertrag die bessere Alternative zur Kündigung?
Wenn ein vermietetes Haus oder eine vermietete Wohnung verkauft werden soll, dann ist es für Vermieter sehr schwer, dem Mieter zu kündigen. Ihm bleibt dann nur der Abschluss eines Mietaufhebungsvertrages. Aber auch für Mieter, die die Kündigungsfrist nicht einhalten können, ist so ein Mietaufhebungsvertrag sehr gut geeignet. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Mieter von der Arbeitsstelle in eine andere Stadt versetzt wird. Bevor er dann zwei Mietzahlungen zu begleichen hat, einigt er sich lieber mit dem Vermieter über den Abschluss eines Mietaufhebungsvertrages.

Was muss bei Abschluss eines eines solchen Vertrages beachtet werden?
In diesem Vertrag muss das Datum festgehalten werden, am dem das Mietverhältnis beendet ist. Weiter muss erkennbar sein, wie lange der Mieter die Miete und die Nebenkosten zu bezahlen hat. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Festlegung, in welcher Form der Mieter Schönheitsreparaturen und Renovierungen vorzunehmen hat. Wichtig für die Mieter ist die Tatsache, dass der Vermieter nicht einfach an der Haustüre klingeln kann mit der Bitte, dass der Vertrag unterschrieben wird. Das gilt nach dem Gesetz als Haustürgeschäft und kann von dem Mieter innerhalb von einer Woche widerrufen werden. Hat der Vermieter die Mieter nicht über diesen Umstand aufgeklärt, dann ist dieser Mietaufhebungsvertrag so gut wie ungültig. Er kann jederzeit widerrufen werden. Eine wichtige Tatsache sollte für den Mieter nicht unbeachtet bleiben: Wenn der Vermieter dem Einwohnermeldeamt per Unterschrift bescheinigt, dass der Mieter ausgezogen ist, dann gilt das als abgeschlossener Aufhebungsvertrag. In dem Mietaufhebungsvertrag müssen beide Parteien mit Anschrift eingetragen sein.