Der Milbe den Kampf ansagen: Problem Hausstaubmilben

Hausstaub ist der natürliche Lebensraum für Hausstaubmilben. Und die sorgen mit ihren Exkrementen für Allergien. Deswegen solte man seine Wohnung so sauber wie möglich halten.


Hausstaub besteht aus vielen Dingen – und die sind nicht gerade sonderlich appetitlich. Hautschuppen, Haare, Textilfasern, Abriebmaterial, Rußpartikel, Lebensmittelreste, Bakterien,Weichmacher, Flammschutzmittel, Schimmelpilzbestandteile und Schadstoffe können sich im Hausstaub gut ablagern. Gefährlich am Hausstaub sind gerade die sehr kleinen Teile (kleiner als 10 Mikrometer), weil diese beim Atmen durch die Luftröhre in die Bronchien gelangen können.
Für Hausstauballergiker sind Milben das Problem. Ganz weg bekommt man Hausttaubmilben nie. Um ihnen jedoch so viel Lebensraum wie möglich streitig zu machen, müssen Sie als Allergiker nur einige Tipps beachten.

Schrank statt Regal
In Regalen kann sich viel mehr Staub ansetzen als im Schrank. Sie finden geschlossene Schränke zu klinisch? Dann denken Sie über Vitrinen nach – Bücher und Klimbim können Sie immer noch bewundern, aber nichts kann einstauben. Gerade auf Kuscheltieren setzt sich der Staub gerne ab – die gehören deswegen auch in den Schrank – oder sonst regelmäßig gewaschen.

Gründliche Reinigung
Sie sind selbst Hausstauballergiker? Dann haben Sie von nun an die beste Ausrede, nicht mehr putzen zu müssen. Denn beim Putzen wird besonders viel Staub aufgewirbelt, was für den Allergiker sehr unangenehm sein kann. Trotzdem muss es in der Wohnung eines Allergiker natürlich sehr ordentlich zugehen. Der Boden sollte möglichst oft gesaugt werden. Statt einen teuren Staubsauger für Allergiker mit Feinsauger zu kaufen, ist es jedoch wirkungsvoller, oft zu saugen und den Beutel oft zu leeren.

Auf glatten Böden wird Staub leichter aufgewirbelt, in Teppichen setzt er sich fest. Welcher Bodenbelag für Sie angenehmer ist, finden Sie am besten im Selbsttest heraus. Glatte Böden müssen oft feucht gewischt werden, dafür reichen aber auch schon feuchte Tücher aus. Stauben Sie immer mit einem feuchten Lappen ab – sie wollen den Staub binden und ihn nicht einfach nur umverteilen. Die Bettwäsche sollten Sie wöchentlich auf sechzig Grad waschen. Allergikerbettwäsche ist ebenfalls eine Anschaffung wert. Achtung: Manche Krankenkassen übernehmen die Kosten teilweise. Erkundigen Sie sich also vor dem Kauf.

Regelmäßig lüften
Um den Hausstaub zu vertreiben, müssen Sie regelmäßig lüften. Am effektivsten ist das Stoßlüften – drei bis viermal am Tag für jeweils fünf Minuten sollten Sie das Fenster sperrangelweit aufreißen. Im Sommer können Sie auch gerne länger lüften. Generell mögen Hausstaubmilben es warm – deswegen sollte Ihr Schlafzimmer möglichst kalt sein. Vermeiden Sie schwere Vorhänge ebenso wie Staubfänger.Sind Ihre Kinder Hausstauballergiker? Nicht alle Kuscheltiere lassen sich waschen – aber 24 bis 48 Stunden im Gefrierschrank töten die Milben genauso wie ein Waschgang.