Der Notfallausweis als Lebensretter

Immer mehr Menschen leiden an einer Herzerkrankung - der Notfallausweis hilft, schnell alle wichtigen Informationen zu Medikamenten und Begleiterkrankungen zu erhalten.


In Deutschland leiden circa zwei Millionen Menschen an einer Herzerkrankung und die Zahl der Betroffenen wächst stetig und so auch die Risikogruppe für medizinische Notfälle. In einem derartigen Notfall können Sekunden über Leben und Tod entscheiden. Daher ist es sehr wichtig, dass der Arzt ohne Zeitverlust sofort erkennen kann, welche Medikamente der jeweilige Patient einnimmt. Ein sogenannter Notfallausweis hat in solchen Fällen schon viele Leben gerettet.

Was ist ein Notfallausweis?
Ein Notfallausweis ist ein Dokument, in welchem die wichtigsten medizinischen Hintergrundinformationen des jeweiligen Besitzers eingetragen werden können. So kann man in einem derartigen Ausweis vermerken, dass man herzkrank ist und welche Medikamente man einnimmt. Dadurch kann der Arzt in einem Notfall sehr schnell reagieren und spart wertvolle Zeit. Doch diverse Heftchen, in denen nur steht, dass man herzkrank ist, sollte man nicht als Notfallausweis verstehen. Allein dieser Hinweis kann keinem Arzt helfen, die richtigen und lebenswichtigen Maßnahmen zu treffen. Daher sollten in einem solchen Ausweis unbedingt auch regelmäßig eingenommene Medikamente vermerkt werden. Auch die Dosierung der jeweiligen Medikamente sollte hier eingetragen werden. Des Weiteren kann man in einem solchen Ausweis auch die Blutgruppe und eventuell vorhandene Begleiterkrankungen, wie beispielsweise Diabetes oder Nieren-Funktions-Störungen, vermerken. Anhand dieser Informationen kann der behandelnde Arzt in einem Notfall sofort handeln und gewinnt so wertvolle Zeit. Vor allem, wenn der Patient selbst aufgrund von Bewusstlosigkeit keine Angaben zu seiner medizinischen Vorgeschichte machen kann, wird ein derartiger Ausweis schnell zum Lebensretter.

Wo bewahrt man den Notfallausweis auf?
Den Notfallausweis sollte man am besten immer am Körper tragen. Erleidet man beispielsweise beim Einkaufen einen Notfall, so hilft der Ausweis nichts, wenn er zu Hause in der Schublade liegt. Daher sollte er am besten in der Geldbörse aufbewahrt werden. Dort ist er vor Wasser und Schmutz geschützt und kann im Falle eines Notfalls schnell gefunden werden. Des Weiteren sollte man Freunde, Familienangehörige und Bekannte davon in Kenntnis setzen, dass man über einen solchen Ausweis verfügt und wo er aufbewahrt wird. Dadurch kann wertvolle Zeit gespart werden, bis der Arzt in einem Notfall mit der entsprechenden Notfalltherapie beginnen kann. Außerdem sollte man darauf achten, dass der Ausweis immer aktuell ist. Ändert sich beispielsweise die Dosierung eines Medikamentes, sollte dies sofort im Ausweis vermerkt werden. Denn nur mit aktuellen Daten im Notfallausweis ist eine schnelle Hilfe möglich.