Der Parkettkäfer - ein gefährlicher Materialschädling

Mit diesem winzigen Käfer ist nicht zu spaßen. Wenn man einen Befall nicht rechtzeitig erkennt, kann der Parkettkäfer auch schon mal einen gesamten Holzfußboden schwer beschädigen.


Alle Materialien aus Holz sind ein potenzielles Opfer des Parkettkäfers, sei es der Parkett- oder Holzfußboden, Holzmöbel oder Holzlager. Er gilt als einer der wichtigsten Materialschädlinge und befällt trockenes Holz, bevorzugt von der Eiche, da eine zu hohe Feuchtigkeit des Holzes die Entwicklung seiner Larven behindern würde. Der Winzling ist mit 2, 5 bis 5 Millimeter Länge sehr klein und unscheinbar. Der Körper ist länglich und rotbraun bis schwarzbraun gefärbt. Der Kopf ist deutlich am Körper sichtbar und nicht unter dem oberen Panzer verborgen.

Befall und Schäden
Da der Parkettkäfer kein frisches Holz befällt, sind vor allem Holzlager sowie unsere Häuser und Wohnungen ein bevorzugtes Ziel. Da dieser Schädling flugfähig ist, gelangt er schnell einmal durch unverschlossene Türen und Fenster in Lager und Wohnungen, wo er sich über das Parkett hermacht. Vor allem in der Zeit zwischen April und August besteht die Gefahr eines Befalls, weil dann die Flugzeit des Parkettkäfers ist. Oft wird er aber auch einfach durch bereits befallenes Parkettholz eingeschleppt und vermehrt sich unbemerkt. Die Weibchen legen in die Rillen und Ritzen von unbehandeltem Holz ihre Eier ab, woraus die Larven schlüpfen. Diese beginnen sofort mit dem Anfressen des Holzes und durchziehen auf diese Weise die befallenen Gegenstände mit Fressgängen. Man kann einen Befall von Außen an etwa ein bis zwei Millimeter großen Fluglöchern erkennen, aus denen die fertig entwickelten Larven aus dem Holz kommen. Zusätzlich erkennt man am Bohrmehl, das sehr hell und fein ist, dass man es mit dem Parkettkäfer zu tun hat.

Parkettkäfer bekämpfen
All die Käfer, die bereits im Inneren des Holzes in unterschiedlichen Entwicklungsstadien leben, kann man recht einfach abtöten. Und zwar kann man sie mit Hitze, Kälte oder mit Begasung des betroffenen Gegenstandes töten. Bei einer Hitze-Behandlung umspült man das betroffene Holz mit einem 105 bis 120 Grad heißem Luftstrom. Der Kern des Holzes sollte dann eine Stunde lang mindestens 55 Grad warm sein, damit die erfolgreiche Behandlung sicher ist. Bei kleineren Gegenständen ist die Kälte-Behandlung sehr zu empfehlen. Dann kann man diese Dinge nämlich einfach für mehrere Tage in einer Tiefkühltruhe unterbringen. Die Temperatur sollte eine Woche lang mindestens -20 Grad betragen. Bei einer chemischen Begasung kann man beispielsweise Sulfuryldifluorid anwenden, was ein gängiges Pestizid gegen Holzschädlinge ist.