In der Probezeit geblitzt - Hilfe für Fahranfänger

Für Fahranfänger, die in der Probezeit geblitzt werden, gelten strengere Regeln, als für Führerscheinbesitzer mit Fahrpraxis.


Für Führerschein-Neulinge ist die Probezeit eine Frist, in welcher er einem besonders strengen Reglement bei einem Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung unterliegt. Wer in der Probezeit geblitzt wird und die Überschreitung der Geschwindigkeit mehr als 20 Km/h beträgt, muss mit mindestens einem Punkt in Flensburg rechnen. Nach dem zweiten Verstoß wird in der Regel eine Nachschulung fällig.

Der Führerschein auf Probe – auch kleine Sünden werden registriert

  • Die meisten Unfälle geschehen mit Fahrern zwischen dem achtzehnten und dem fünfundzwanzigsten Lebensjahr, häufigste Unfallursache ist überhöhte Geschwindigkeit. Um die Unfallzahlen zu senken, hat der Gesetzgeber deshalb den Führerschein auf Probe eingeführt. Wer in der Probezeit geblitzt wird, gibt zwar bei geringen Überschreitungen noch nicht den Führerschein zurück, muss aber mit einer Verwarnung rechnen.
  • Die Probezeit dauert zwei Jahre, wird in dieser Zeit ein schwerer Verstoß (A-Verstoß) oder zwei leicht Verstöße (B-Verstoß) gegen die Straßenverkehrsordnung festgestellt, muss der Führerscheinneuling zu einem Aufbauseminar, die Probezeit verlängert sich um weitere zwei Jahre auf dann insgesamt vier Jahre.
  • Ein sogenannter A-Verstoß liegt zum Beispiel vor bei Nötigung, Unfallflucht, Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot, überhöhter Geschwindigkeit, falsches Überholen oder Abbiegen, zu geringer Sicherheitsabstand, Fehlverhalten bei Schulbussen, an Bahnübergängen, Ampeln und vieles mehr. Vielen Fahranfängern ist nicht bewusst, dass sie auch bei unerlaubter Beleuchtung am Fahrzeug oder unterlassener Hilfeleistung einen A-Verstoß begehen.
  • Wer in der Probezeit geblitzt wird und nur eine Verwarnung bekommt, muss sich also noch keine großen Gedanken machen, sondern sollte nur in Zukunft besser aufpassen. Flattert ein Bußgeldbescheid ins Haus, wird es kritisch. Bei der dritten Auffälligkeit geht der Führerscheinneuling für sechs Monate wieder zu Fuß.

Verkürzung und Verlängerung der Probezeit

  • Ein Führerscheinneuling kann die Probezeit auf ein Jahr verkürzen, indem er an einem „Fortbildungsseminar für Fahranfänger“ teilnimmt. Nach dem Probejahr gelten für den Fahranfänger dieselben Regeln, wie für einen erfahrenen Autofahrer. Kommt es aber innerhalb dieses einen Jahres zu zwei Verkehrsverstößen mit einem Bußgeld über 40 Euro und einem Punkt in Flensburg oder einem schweren Verkehrsverstoß, verlängert sich die Probezeit trotz Fortbildungsseminars um zwei weitere Jahre mit der Teilnahmepflicht an einem Aufbauseminar.
  • Das heißt, wird der Fahrer innerhalb geschlossener oder außerhalb geschlossener Ortschaften mit einer Geschwindigkeitsüberschreitung von bis zu 20 Km/h, abzüglich der Toleranz, in der Probezeit geblitzt, geschieht nichts, alles, was höher ist, hat Konsequenzen. Im Endeffekt gibt es für Fahranfänger keine Hilfe, wenn sie in der Probezeit geblitzt werden, da der Staat bei Führerscheinneuligen kein Pardon kennt. Um Sanktionen zu verhindern, können sie sich nur an die Verkehrsvorschriften halten, Geschwindigkeitsüberschreitungen vermeiden und aufpassen, dass sie nicht auffallen.