In der Pubertät - Vom Kind zum Erwachsenen

Wenn Kinder in die Pubertät kommen, wird den Eltern meist das erste mal bewusst, dass ihre Kinder zu Erwachsenen heranreifen. Was die Kinder in der Pubertät erwartet und welche Probleme entstehen können, kann hier nachgelesen werden.


In der Pubertät geschehen eine Reihe großer Veränderungen. Nicht nur der Körper vollzieht einen Wandel, der sich hauptsächlich in geschlechtlichen Merkmalen zeigt. Der Hormonspiegel verändert sich, und die Sexualorgane bilden sich aus. Diese Vorgänge hinterlassen auch ihren Eindruck in der Psyche der Heranwachsenden. Daher ist dieser Zeitabschnitt ist für die Jugendlichen extrem spannend.

Körperliche Veränderungen
Manche Jugendliche reagieren auch stark irritiert auf die Veränderungen ihres Körpers. Nicht selten haben besonders Mädchen zu Beginn der Pubertät Probleme damit. Sie erreichen die Pubertät im Durchschnitt auch ein halbes Jahr früher als Jungs. Mädchen bekommen das erste mal ihre Menstruation und auch ihre Brüste beginnen zu wachsen. Im Gegensatz zu den offensichtlichen körperlichen Veränderungen bei den Mädchen, sind erste Zeichen für den Beginn der Pubertät Bartwuchs und die sogenannten „feuchten Träume“. Der erste Samenerguss erfolgt bei vielen Jungen im Schlaf. In dieser Zeit ist es sehr wichtig, dass die Teenager einen Ansprechpartner haben, mit dem sie über ihre körperlichen Veränderungen in der Pubertät  reden können. Auch sollten Sie Ihr Kind gut über die bevorstehenden Ereignisse, auch in sexueller Hinsicht reden. Gespräche über Verhütung oder auch Krankheiten wie Aids sollten den Teenager nun über den Umgang mit seiner Sexualität informieren. Vermitteln Sie auch, dass Selbstbefriedigung nichts verbotenes ist, sondern eine wichtige Methode, um seine eigene Sexualität kennen zu lernen.

Erste Verliebtheit und der Sex
Nicht nur das die körperlichen Veränderungen und der Umgang mit der eigenen Sexualität die Teenager beeinflussen würden, auch das starke Interesse für das andere Geschlecht wird zum Hauptthema der Jugendlichen. In dieser Zeit gibt es für die Heranwachsenden selten etwas wichtigeres. Da zwischen 25 bis 30 Prozent aller Jugendlichen heutzutage vor Erreichen des 17.ten Lebensjahres zum ersten Mal Sex haben, sollten Sie mit der Aufklärung nicht allzu lange warten. Reden Sie mit Ihrem Kind ausführlich über Themen wie Entjungferung, Verhütung aber auch Krankheiten wie AIDS. Es ist wichtig für einen Teenager, sich mit diesen Themen vor dem ersten Sex auseinander gesetzt zu haben.

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Spannungen zwischen Teenagern und Eltern
Die Eltern sind in dieser Phase des Heranwachsens so ziemlich das Unspannenste, was sich ein Teenager vorstellen kann. Die meisten möchten nun ihre Freizeit am liebsten nur noch mit ihren Freunden verbringen. Familienausflüge oder anderweitige Veranstaltungen unter der Obhut der Erwachsenen werden eher zu Tortur, als dass sie Spaß bringen. Das Konfliktpotenzial zwischen Eltern und ihren Kindern ist zu dieser Zeit extrem hoch. Leicht kommt es zu Streiterein und Auseinandersetzungen. Für die Heranwachsenden sind diese nervigen Diskussionen über deren Rechte und Pflichten mit ihren Erziehungsberechtigten aber extrem wichtig. Denn nur so können sich die Kinder langsam abnabeln und die Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen.

Schulsorgen und Leistungsdruck
Nicht selten kann daher die Pubertät auch einen negativen Einfluss auf die schulischen Leistungen der Heranwachsenden haben. Dadurch kann es zu Spannungen zwischen Eltern und Teenagern kommen. Dennoch ist es besonders für die weitere Entwicklung der Heranwachsenden wichtig, dass die Eltern diesen Prozess der Wandlung verstehen und auf ihn eingehen. Das erleichtert das Zusammenleben mit einem Pubertierenden in der Familie um einiges. Denn wie jedes Kind individuell ist, ist auch dieser Prozess von individuellen Abläufen geprägt. Nur schwer können Eltern auf ihre heranwachsenden Sprösslinge in dieser Zeit Einfluss nehmen. Dennoch sollten Sie Ihr Kind zum täglichen Schulgang stets motivieren. Denn Nachlässigkeit in dieser Angelegenheit gehen zu Kosten der schulischen Bildung Ihres Kindes. Zwar sollten Sie im Gegensatz auch keinen Leistungsdruck auf den Teenager ausüben, aber es ist wichtig, dass Sie dafür Sorge tragen, dass Ihr Kind seiner Schulpflicht nachkommt.