Der Umwelt zuliebe - Auto fahren oder doch lieber Bahn?

Die Transportmethoden und ihre Vor- und Nachteile auf einen Blick. Was ist besser? Bahn, Bus oder Auto fahren?


Schleichen, wandern oder bummeln. Gehen, latschen oder doch lieber Auto fahren?  Die Liste der möglichen Fortbewegungs- möglichkeiten ist lang. Früher fuhren die Menschen in bequemen Kutschen durch die Gegend, heute werden vor allem Auto und Bahn genutzt. Was ist die preisgünstigste, vor allem aber auch umweltfreundlichste Möglichkeit, von A nach B zu kommen? Angebote und Möglichkeiten gibt es zu genüge, wir haben einen Vergleich aufgestellt.

 

Flugzeug trotz Klimawandel?
In weit entfernte Länder gelangt man am besten mit dem Flugzeug. Dieses ist aber das Transportmittel mit dem höchsten Co2 Ausstoß. Daher sollten Flüge unter 700-800 Kilometern vermieden werden, denn diese belasten die Umwelt zu sehr. Bei einer Distanz von 2000 Kilometern sollte der Urlaub mindestens 14 Tage dauern. So genannte „myclimate“ Tickets sind eine Investition in die Umwelt. Ein Teil des Flugpreises fließt in Klimaschutzprojekte. Ein weiterer Nachteil des Fliegens ist, dass sich der menschliche Organismus schnell an Klima- und Zeitveränderungen anpassen muss. Die mangelnde Bewegungsfreiheit und hohe Kosten sind weitere Gründe sich gegen eine Flugreise zu entscheiden.

 

Der Deutschen liebstes Spielzeug
Das Auto ist und bleibt das beliebteste Transportmittel der Deutschen. Hohe Flexibilität und Mobilität zeichnen das Gefährt aus. Bei einem Familienurlaub kann das gesamte Gepäck bequem im Kofferraum transportiert werden. Der Anreise- und Abreisetag ist individuell wählbar. Auch Toiletten- oder Essenspausen können je nach Laune und Bedarf eingelegt werden.

Allerdings fahren viele Menschen an denselben Tagen in den Urlaub, nämlich dann, wenn die Schulferien begonnen haben. Große Staus sind eine nervliche Belastung für viele Autofahrer und können, beispielsweise mit einer Zugfahrt umgangen werden. Natürlich ist das Auto neben dem Flugzeug der Haupterzeuger des schädlichen Kohlendioxids. Zusätzlich zur Umweltbelastung bedeutet ein eigenes Auto enorme Wartungs- und Unterhaltskosten. Neben dem Benzin müssen auch KFZ Steuer und Vollkaskoversicherung bezahlt werden, auf Dauer keine unerheblichen Kosten.
Menschen, die nicht auf den Komfort eines Autos verzichten, aber trotzdem die Umwelt schonen möchten, empfehlen sich besonders zwei Angebote.

 

Auto fahren - aber umweltfreundlich!
Die Mitfahrgelegenheit ist eine Möglichkeit, mit anderen Mitreisenden von A nach B zu kommen. Diverse Internetportale bieten viele Angebote. Ein Anruf genügt und schon teilen sich mehrere Menschen ein Auto. Besonders geeignet für Wenigfahrer ist das Car-Sharing Programm. Auch kleine Unternehmen machen von diesem Service Gebrauch. Es ähnelt stark dem Mietwagenprinzip. Verschiedene Autos werden gemeinsam und je nach Bedarf genutzt. Hierbei gibt es aber keine Öffnungszeiten und keine Mindestnutzungsdauer.

Für kurze Strecken die sauberste Alternative

Kurze Strecken sollten immer zu Fuß oder alternativ mit dem Rad zurückgelegt werden. Es war das erste Fortbewegungsmittel überhaupt- das Fahrrad. Er ist der Prototyp umweltfreundlicher Mobilität. Keine Staus oder Benzinpreiserhöhungen können die Freunde mobiler Fahrkunst verschrecken. In der Heimatstadt aber auch am Urlaubsort ist es die beste Möglichkeit, herumzukommen. Eine Fahrradtour ist viel gesünder, gleichzeitig aber auch effektiver als beispielsweise eine Stadtbesichtigung mit Bus oder Auto: Es kann jederzeit angehalten und die Natur oder Sehenswürdigkeit betrachtet werden. Das beste Überzeugungsmittel aber ist: außer dem Erwerb des Fahrrads selbst, entstehen keine weiteren Kosten.

 

Fahhrrad mieten
In vielen deutschen Großstädten kann der Drahtesel nun auch gemietet werden. Der „Rent-a-bike“ Service macht es möglich. Die Fahrräder verblieben an zentraler Stelle und werden mit einem Schloss gesichert. Bei einem Anruf wird das jeweilige Rad freigegeben und kann sofort genutzt werden. Die Abrechnung erfolgt stunden- oder tageweise. In fremden Städten, eine preisgünstige, aber auch umweltschonende Möglichkeit, sich fortzubewegen. Ein Tag kostet durchschnittlich zehn Euro.

 

Busse, U-Bahn und Co.
Öffentliche Verkehrsmittel sind eine Alternative, aber auch Ergänzung zum umweltfreundlichen Fahrrad. Sie sind in den meisten Fällen billig und bringen die Passagiere zu jeder Tag- und Nachtzeit an den Wunschort. Die Nachteile liegen besonders in Kleinstädten oder Dörfern. Abends oder am Wochenende gibt es nur sehr wenige oder gar keine Verbindungen.

Der Zug ist bei Familienreisen sehr gut geeignet. Die Kinder können sich, anders als im Auto, frei bewegen und müssen nicht angeschnallt sein. Verschiedenste Angebote helfen, Geld zu sparen. So können bei den Bundesland-Tickets bis zu 5 Personen für nur 24 durch das Bundesland fahren, allerdings nur einen Tag lang. Für Vielbahnfahrer lohnt sich die Investition in eine Bahncard. Besitzer einer solchen Karte erhalten eine bis zu 50 prozentige Ermäßigung auf alle Fahrpreise.