Der Wassersprudler: Die Vor- und Nachteile

Nie wieder Wasserkästen schleppen - bei einem Wassersprudler muss man nur die Kohlensäurepatronen wechseln. Doch die praktischen Geräte haben auch Nachteile.


Als die sogenannten Wassersprudler vor einigen Jahren aufkamen, verbreiteten sie sich rasend schnell. Die Vorteile schienen ja auch auf der Hand zu liegen – Endlich muss man keine schweren Wasserkästen mehr schleppen, außerdem kann man sich mithilfe verschiedener Zusätze im Handumdrehen aus dem Sprudel eine Cola oder eine Schorle mixen. Dennoch scheinen die Wassersprudler längst nicht mehr so beliebt zu sein wie noch vor etwa zehn Jahren.

Statt Kisten schleppen, nur Patronen austauschen
Die Geräte gibt es bereits für wenig Geld. Nur die Patronen müssen natürlich regelmäßig gewechselt werden, denn mithilfe der Kohlensäurepatronen wird aus dem normalen Leitungswasser Sprudel. Abhängig davon, wie oft man drückt, ist natürlich auch der Kohlensäureanteil im Wasser. Diese Patronen sind jedoch nicht ganz billig. Ein Vorteil ist jedoch, dass es die Kohlensäurepatronen mittlerweile an vielen Orten zu kaufen gibt, wie zum Beispiel Drogerien, Tankstellen, Apotheken oder auch in Elektrofachgeschäften, die auch die passenden Geräte verkaufen.

Auf die Hygiene achten
Die Wassersprudler müssen täglich verwendet werden, ansonsten können sich Mikroorganismen bilden, die die Maschine verunreinigen, deswegen empfinden viele die Geräte als unhygienisch. Um dem entgegenzuwirken sollte man die Flaschen täglich spülen und alle zwei Jahre in ein neues Flaschenset investieren. Mittlerweile gibt es auch Sprudler, die mit Glasflaschen funktionieren. Dies ist deutlich hygienischer als die Version mit Plastikflaschen.

Wasserqualität testen
Wer Mineralwasser kauft, muss zwar viel schleppen, kann dafür aber darauf vertrauen, dass das Wasser aus unterirdischen Quellen kommt und nicht verunreinigt ist. So sieht es die Mineralwasser-Verordnung vor. Mineralwasser hat auch einen höhereren Mineralstoffgehalt als Leitungswasser.
Wer sich für einen Wassersprudler entscheidet, sollte daher vorher beim Wasserwerk einen Analysenauszug bezüglich der Qualität des Trinkwassers anfordern. Wenn man in einem alten Haus wohnt, sollte man sich danach erkundigen, ob die Leitungen im Haus in Ordnung sind. Ist das Wasser außerdem sehr kalkhaltig, kann die Anschaffung eines Wassersprudlers ein teurer Spaß werden. Womöglich zahlt man doppelt, weil man das Wasser vorher mit einem Kalkfilter reinigen muss.

Vorher Geschmackstest machen
Um sicherzugehen, ob das Wasser aus dem Sprudler wirklich schmeckt, sollte man vorher unbedingt einen Geschmackstest machen. Denn oft überzeugt das damit erzeugte Wasser nicht im Geschmack, außerdem entweicht die Kohlensäure schnell. Damit das gesprudelte Wasser lange frisch bleibt, sollte es innerhalb von 24 Stunden getrunken werden und am besten kaltgestellt werden. Wem es vor allem darum geht, keine Kästen zu schleppen, kann sich die Kästen Mineralwasser übrigens auch liefern lassen. In vielen Städten ist das gegen einen geringen Aufpreis möglich.