Der Wickel bei Erkältung - Altes Hausmittel

Der warme oder kalte Wickel bei Erkältung kommt immernoch oft zum Einsatz und bewährt sich auf so vielfältige Art und Weise.


Ein Wickel bei Erkältung wurde wohl jedem von uns schon einmal gemacht. Zu den heilsamen Effekten eines Wickels gehört unter anderem die Steigerung der Durchblutung, aufgrund dessen sich der Organismus besser gegen die Krankheitserreger zur Wehr setzen kann.

Grundsätzlich kann jeder Körperteil umwickelt werden, zu den beliebtesten Wickeln gehören jedoch der Wadenwickel und der Brustwickel. Das Prinzip aller Wickel ist gleich: Um den schmerzenden Körperteil werden feuchtwarme Umschläge gelegt und anschließend mit einem trockenen Handtuch abgedeckt. Danach sollte sich der Betroffene in die Bettdecke kuscheln und die Wärme wirken lassen. Wenn der Wickel kalt geworden ist, sollte sich der Erkältete abtrocknen und sich weiterhin warmhalten. Um die positiven Wirkungen der Wickel zu unterstützen, können ätherische Öle auf den Stoff gegeben werden. Lavendelöl beispielsweise lindert sanft den Hustenreiz.

Wie funktioniert der Wickel bei Erkältung?
Wenn auch Sie Wickel anwenden wollen, brauchen Sie nicht allzu viel beachten. Sie benötigen lediglich drei Tücher. Das erste ist das eigentliche Wickeltuch, dieses wird angewärmt – möglichst heiß sollte es sein – ausgewrungen, bei Bedarf mit einer heilsamen Zugabe gefüllt und um die schmerzende Körperstelle gelegt. Das ideale Material für ein Wickeltuch ist Leinen oder Baumwolle; auch das zweite Stoffstück sollte aus einem natürlichen Material sein. Dieses bleibt trocken und wird als Schutz um das feuchtwarme erste gelegt. Den Abschluss bildet ein ebenfalls trockenes Flanell- oder Wolltuch. Beim Umwickeln sollten Sie darauf achten, dass keine Luftlöcher entstehen, denn durch diese kann kalte Luft an die Haut gelangen, bei den Betroffenen entsteht ein unangenehmes Gefühl.

Vor der „Zubereitung“ und Anwendung der Wickel sollten Sie im Schlafzimmer für angenehme Raumtemperaturen sorgen, denn wenn Sie zu frieren beginnen, muss die Behandlung sofort abgebrochen werden.

Welche Körperstellen können umwickelt werden?
Zu den bekanntesten und beliebtesten Wickeln gehören zweifellos der Wadenwickel und der Brustwickel. Während der Brustwickel dem Körper Wärme zuführt, soll ein Wadenwickel Gegenteiliges bewirken. Besonders bei Fieber kommt ein solcher Wickel zum Einsatz. Legen Sie den Wadenwickel so an, dass er von den Fußgelenken bis zum Knie reicht. Mit der Temperatur der Tücher sollten Sie es nicht übertreiben, die Stoffbahnen sollten lediglich handwarm sein.

Brustwickel werden – wie der Name schon sagt – um den Oberkörper gelegt. Auf diese Weise führen die Stofftücher über die Haut Wärme und heilende Substanzen zu den entzündeten Atemwegen.

Welche Substanzen wirken heilungsfördernd?
Quark, Kartoffeln und Zwiebeln ergeben nicht nur eine leckere Mahlzeit, sondern können auch gegen verschiedene Erkältungsbeschwerden eingesetzt werden. Für einen Kartoffelwickel beispielsweise werden fünf Kartoffeln mitsamt ihrer Schale gekocht und anschließend in ein Tuch gelegt und zerdrückt. Mithilfe eines zweiten Stofftuchs wird das mit Kartoffeln bestückte Tuch fest umwickelt, damit die Kartoffeln am Körper des Erkrankten verbleiben. Auch Quark hat sich in der alternativen Heilkunde als sehr effektiv erwiesen. Besonders bei Halsschmerzen kann Quark lindernde Kräfte entfalten. Sowohl Kartoffel als auch Quark wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend. Bei Ohrenschmerzen und Schnupfen haben sich Zwiebeln als wirksame Helfer erwiesen. Diese werden gewürfelt und in den Wickel gegeben, sodass die ätherischen Öle am Körper ihre Wirkung entfalten können.