Diabetische Ketoazidose - Übersäuerung des Blutes

Bei Diabetes kann es auf Grund der Bildung von Ketonkörpern zu einer diabetischen Ketoazidose oder einer Übersäuerung des Blutes kommen.


In einigen Fällen kann es insbesondere beim Typ-1-Diabetiker zu einer diabetischen Ketoazidose kommen, einer akuten Übersäuerung des Blutes aufgrund der Bildung von Ketonkörper. Bei dem Betroffenen macht sich diese meist durch Azetongeruch in der Luft, Übelkeit, Bauchschmerzen, Bewusstseinsveränderungen, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit bemerkbar.

 

Eine diabetische Ketoazidose tritt häufig mit Infektionen oder Krankheiten auf. Bei Verdacht einer Ketoazidose muss sofort eine Einweisung ins Krankenhaus erfolgen. Die Übersäuerung kann nämlich in weiterem Verlauf zu einem Koma („Coma diabeticum“) bis hin zum Tod führen. Somit sollten die Angehörigen mit diesen Symptomen vertraut sein, um in einem solchen Notfall handeln zu können. Bei der klinischen Behandlung wird zunächst Insulin direkt in die Venen verabreicht. So wird der Blutzuckerspiegel gesenkt und der Übersäuerung entgegen gewirkt. Flüssigkeit und Salze müssen über Infusionen gegeben werden, um den Wasser- und Salzverlust auszugleichen.