Diät bei Gicht: Informationen zur richtigen Ernährung

Der erhöhte Harnsäurespiegel ist eine Stoffwechselerkrankung, die durch gezieltes Essen und Trinken positiv beeinflusst werden kann und sollte. Ignoriert man die Warnsignale des Körpers, droht eine unangenehme Folgeerscheinung - die Gicht.


Bei der Diät bei Gicht wird die Einnahme von Lebensmitteln gemindert, die reich an Purinen sind. Dadurch wird dem Körper geholfen, die körpereigene Produktion von Harnsäure zu kontrollieren. Akute Gichtanfälle können auch durch eine zu schnelle Gewichtsabnahme oder striktes Fasten ausgelöst werden. Viel frisches Wasser kann dem Körper helfen, die überschüssige Harnsäure über den Urin auszuscheiden und eine besonders eiweißreiche Ernährung sollte gemieden werden, da dies zu einer Harnsäureüberproduktion führen kann.

Diät bei Gicht: Zucker und Kohlenhydrate
Wichtig sind mehr komplexe Kohlenhydrate wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte zu sich zu nehmen. Auf den Verzehr von Süßigkeiten, Kuchen und Weißbrot sollte zunächst verzichtet werden. Der Konsum von Zucker sollte begrenzt werden. Durch den übermäßigen Verzehr von Süßigkeiten, wird die Lust auf Lebensmittel und Nährstoffe verringert. Zu diesen gehören die fettarmen Milchprodukte und die pflanzlichen Eiweiße. Oftmals werden bei den zuckerreichen Nahrungsmitteln mehr Kalorien aufgenommen, als der Körper tatsächlich verbrauchen kann.

Diät bei Gicht: Flüssigkeiten
Der Konsum von Alkohol sollte stark gemieden oder sogar ganz eingestellt werden, denn der Alkohol stört beim richtigen Ausscheiden und Verarbeiten der Harnsäure. Hier wird vor allem das Trinken von viel Bier mit Gicht in Verbindung gebracht. Wer gerade unter einer Gichtattacke leider, sollte auf Alkohol sowieso unbedingt verzichten. Maximal 150 Milliliter Wein dürfen pro Tag getrunken werden. Frisches Wasser ist bestens geeignet, denn bei einem erhöhten Wasserkonsum wird der Harndrang angeregt und es wird mehr Harnsäure über den Urin ausgeschieden. Man sollte nicht zu wenig und auch nicht zu viel trinken, einige Liter am Tag reichen aus. Wer Kaffee bei Gicht trinkt, muss umso mehr Wasser trinken, denn der Kaffee wirkt entwässernd. Fettarme Milchprodukte und das Trinken von fettarmer Milch sollen das Gichtrisiko vermindern.

Diät bei Gicht: tierische Eiweiße
Zu den purinreichen Lebensmitteln gehören Makrelen, Sardellen, Sprotten, Hering und Leber, diese tierischen Eiweiße sollten vermieden werden. Auch wird rotes Fleisch wie Lamm, Rind und Schwein, sowie Meeresfrüchte wie Hummer, Thunfisch und Garnelen und fettiger Fisch mit einem erhöhten Gichtrisiko in Verbindung gebracht. Als Gichtpatient genügen ungefähr 110 bis 180 Gramm der tierischen Eiweiß-Purine. Es sollte lieber zu pflanzlichem Eiweiß gegriffen werden, wie beispielweise Hülsenfrüchte und Bohnen. Auch Nüsse können in einer normalen Menge für ausreichend pflanzliches Eiweiß in der Diät bei Gicht sorgen.