Diät Irrtümer

Viele Diät Irrtümer sind gefährliche Fallen und lassen die Pfunde trotz massiver Anstregungen nicht purzeln. Wir verraten Ihnen die Fettnäpfchen, auf die Sie achten müssen, damit Ihre Diät auch Erfolge zeigt


Im Zusammenhang mit Diäten und deren Erfolg sind Ernährungsirrtümer nicht nur ärgerlich, sondern können auch alle Mühen, die angegessen Pfunde wieder zu verlieren, zu Nichte machen. Deswegen haben wir hier die wichtigsten Diät Irrtümer für Sie zusammengestellt, damit Ihre Diät gelingt und Ihnen das wohlverdiente Wunschgewicht auf die Waage zaubert. Ganz ohne sportliche Mühen und Verzicht auf fettreiche Nahrungsmittel geht es auch hier nicht.

 

Machen Lightprodukte wirklich schlank?
Auch die Lebensmittelindustrie hat diese weitverbreiteten Irrtümer für sich erkannt und sogenannte Light-Produkte auf den Markt gebracht. Allerdings ist es ein weitverbreiteter Irrtum, dass der Verzehr dieser Produkte schlank mache und man dadurch an Kalorien sparen könne. Teilweise ist das auch so, dennoch ist es wichtig, bei einem solchen Lebensmittel stets die Kalorienangaben zu überprüfen. Denn diese sind wirklich ausschlaggebend dafür, wie viel Nährwert ein Nahrungsmittel tatsächlich besitzt. Denn der werbewirksame Begriff „Light“ ist in Deutschland nicht gesetzlich geschützt. Sie selbst müssen daher anhand der Kalorienangabe entscheiden, ob sich das Lebensmittel für Ihren persönlichen Diätplan eignet oder nicht. Denn selbst fettreduzierte Chips haben im Vergleich mit anderen Lebensmitteln einen deutlich erhöhten Brennwert und sind selbst in fettreduzierter Form eine Katastrophe, wenn Sie eine kalorienreduzierte Ernährungsweise zur Reduktion Ihres Körpergewichts favorisieren.

 

Kartoffel als ultimative Dickmacher?
Die Kartoffel ist ein wichtiger Nährstofflieferant und ist verglichen mit anderen Lebensmitteln ein kalorienarmes Produkt. Lediglich Ihre Zubereitung, z. B. als knusprige Bratkartoffeln oder Pommes frites verliehen der Kartoffel ihren schlechten Ruf. Denn mit Fett zubereitet kann die Kartoffel als Pommes frites den dreifachen Kaloriengehalt besitzen. Wer es hingegen vorzieht, seine Kartoffeln mit Salz zu würzen oder einen leckeren Kartoffelbrei daraus zu zaubern, muss vor der Kartoffel als heimtückische Kalorienbombe keine Angst haben.

 
Wer abends isst, wird dick?
Diese Behauptung ist nicht richtig. Denn alleinig die über den ganzen Tag aufgenommene Kalorienmenge entscheidet darüber, ob man zunimmt oder nicht. Wann man diese isst, ist für die Umwandlung der Kalorien in Fettgewebe völlig egal. Es bringt also nichts, sich bis 18 Uhr den Bauch vollzuschlagen, um im Anschluss dann zu hungern. Allerdings hat das späte Essen eine andere Auswirkung, die unangenehme Folgen haben kann. Denn ein Mitternachtsschmaus oder Ähnliches mit jeder Menge Kohlenhydraten kann die Insulinproduktion anregen. Eine erhöhte Insulinausschüttung begünstigt den Transport von Tryptophan, der Vorstufe von Serotonin ins Gehirn. Je mehr Tryptophan dort hingelangt, um so mehr Serotonin wird gebildet. Serotonin macht uns nicht nur glücklich sondern auch wach. Es kann also bei regelmäßigem üppigen Abendessen, bedingt durch einen stressigen Arbeitstag, an dem man sich nicht die notwendige Zeit zum Essen genommen hat, zu Ein- und Durchschlafstörungen kommen. Achten Sie daher auf Ihre Ernährung.

 

Nulldiät macht schneller schlank?
Man könnte meinen, wenn man keine Kalorien zu sich nimmt, müsse der Körper zwangsläufig auf die unerwünschten Fettpolster zurückgreifen. Dieser Gedankengang ist auch im ersten Moment richtig. Denn wenn er keine Energie durch Nahrungsaufnahme bekommt, muss er auf das gespeicherte Fett zurückgreifen, um lebenswichtige Funktionen aufrecht zu erhalten. Diese Annahme gehört jedoch in die Schublade der Diät Irrtümer. Denn der Hungerstreik gegen sich selbst hat einen anderen unschönen Nebeneffekt, der noch aus Urzeiten, um bei Nahrungsmangel das Überleben zu sichern, übrig geblieben ist. Der Körper kann sein System der nahrungstechnischen Lage sehr schnell anpassen und schaltet ebenfalls auf Sparflamme. Es werden weniger Kalorien verbraucht. Eigentlich eine tolle Fähigkeit, die zu Hungersnöten oder Ernteausfällen das Überleben sicherte, allerdings heutzutage in unserer Konsumgesellschaft, in der es alles im Überfluss gibt, nicht mehr zu gebrauchen ist. Im Gegenteil, der Jojo-Effekt ist vorprogrammiert, sollten Sie Ihre Essgewohnheiten nicht langfristig ändern. Denn um 1 Kilo Körperfett zu verlieren, müssen Sie 8000 kcal einsparen. Realistisch gesehen können Sie daher pro Woche durch eine kalorienreduzierte Ernährungsweise und viel Bewegung maximal 500 Gramm an Körpergewicht verlieren. Alles andere ist ungesund und schnell wieder auf der Waage.