Die Diagnose „Depression“ wird ausschließlich nach typischen Symptomen und dem Verlauf gestellt. Unter einer depressiven Verstimmung versteht man zum Beispiel das Gefühl der inneren Leere an der überwiegenden Anzahl der Tage und für die meiste Zeit des Tages. Eine Depression besteht, wenn zwei der drei Hauptsymptome, wie die gedrückte/depressive Stimmung, Interesse- und Freudlosigkeit und Verminderung des Antriebs auftreten und dazu weitere Begleiterscheinungen, der folgenden Art:
Die Haupt- und Nebensymptome müssen über zwei Wochen lang bestehen, um von einer Depression sprechen zu können. Die Unterteilung in den Schweregrad der Depression ist abhängig von der Anzahl der Symptome.
Diagnose Depression - Depressionen erkennen
Die typischen Kennzeichen von Depressionen sind Traurigkeit und ein elendes Gefühl, gerade in den Morgenstunden. Häufig wird die Stimmung zum Abend hin ein wenig besser. Viele Depressive fühlen sich wertlos und denken sogar an Selbstmord. Bei Kindern oder Jugendlichen äußert sich die depressive Verstimmung auch in aggressivem und reizbarem Verhalten. Bei älteren Menschen können noch Symptome, wie Verwirrung, Vergesslichkeit und eine Veränderung der Persönlichkeit auftreten.
Leichte depressive Episode
Man spricht von einer leichten Depression (Minor Depression), wenn neben den zwei Hauptsymptomen noch zwei Nebensymptome auftreten. Der Patient fühlt sich meist krank und sucht daher einen Arzt auf. Die privaten und beruflichen Pflichten kann der Betroffene noch meistern, sodass die Einschränkung infolge der depressiven Phase noch nicht so groß ausfällt.
Mittelgradige depressive Episode
Bei einer mittelgradigen depressiven Episode ist es dem Patienten schon nicht mehr möglich, berufliche und private Anforderungen zu bewältigen. Die Stimmung ist so tief, dass die Konzentrationsfähigkeit stark eingeschränkt ist. Diagnostiziert wird diese Episode durch zwei Hauptsymptome und mindestens drei, höchstens vier Nebensymptome.
Schwere depressive Episode
Eine schwere Depression wird charakterisiert durch alle drei Hauptsymptome und über vier der Nebensymptome. Eine schwere depressive Episode wird entweder von psychotischen Symptomen
(psychotische Depression) begleitet oder nicht (Major Depression). Unter psychotischen Symptomen fasst man Wahnvorstellungen, absurde Schuldgefühle und ähnliche Wahrnehmungsstörungen. Eine derartig schwere Depression sollte unter ständiger Beobachtung liegen, hier eignet sich die Betreuung in einer Klinik. Der Patient braucht ständig Betreuung, da nicht gewährleistet sein kann, dass sich der Betroffene nicht womöglich noch etwas antut.