Die Diagnose bei einer akuten Halsentzündung muss in der Regel vom Arzt erstellt werden. Dieser schaut zunächst in den Hals, da auf diese Weise eventuelle Rötungen oder angeschwollene Stellen gefunden werden können. Die Rötungen weisen hier auf entzündete Schleimhäute hin, die meist damit verbunden sind, dass die Zunge und der Rachen belegt sind. Anschließend tastet der Mediziner den Hals ab, damit festgestellt werden
kann, ob es an den Seiten des Halses zu Schwellungen gekommen ist. Diese Schwellungen kommen in der Regel bei den dort vorhandenen Lymphknoten vor, die Teil des Immunsystems darstellen. Geschwollene Lymphknoten sind ein Indiz dafür, dass es sich um eine Infektionskrankheit handelt. Reichen diese Untersuchungsmethoden noch nicht aus, um eine eindeutige Diagnose stellen zu können, muss der Arzt andere Möglichkeiten in Betracht ziehen.
Rachenabstrich bei Halsentzündung
Beim Arzt sollte zunächst eine genaue Anamnese durchgeführt werden. Dies bedeutet, dass der Patient den Krankheitsverlauf und ähnliche Vorerkrankungen beschreiben muss. Hierbei kann sich der Mediziner ein genaues Bild von dem Patienten und dessen Vorgeschichte machen, die gesammelten Informationen fließen in die Diagnose mit ein. In manchen Fällen ist es notwendig, dass der Arzt einen Abstrich des Rachenraumes vornehmen muss. Hierbei wird mit einem weichen Wattestäbchen der Bereich des Rachens und der Mandeln abgestrichen, damit Zellen der Schleimhaut zur Untersuchung am Stäbchen haften bleiben. Bei der näheren Analyse der Schleimhautzellen kann der Mediziner dann den speziellen Krankheitserreger feststellen. So kann anschließend die angezeigte Therapie durchgeführt werden. Der Vorteil eines Rachenabstriches liegt klar auf der Hand: Die Behandlungsmethode kann genauestens auf den gefundenen Erreger abgestimmt werden und es muss kein unspezifisches Antibiotikum eingesetzt werden.
Rachenabstrich bringt Klarheit
Halsschmerzen sind in aller Regel ein Symptom für eine andere Erkrankung. Durch die Tastuntersuchung und den Rachenabstrich lassen sich in erster Linie Erkältungskrankheiten, eine Grippe oder eine bakterielle Infektion feststellen. Gehen die Beschwerden jedoch auf andere Ursachen zurück, so reichen diese Methoden nicht mehr aus. So können beispielsweise auch Viren die Ursache für starke Halsschmerzen darstellen. Diese erkennt der Mediziner allerdings nicht sofort, sondern durch einen Bluttest. Das Blut des Patienten wird im Labor speziell auf Viren untersucht und der behandelnde Arzt kann nach dem Befund entsprechend handeln.