Plagen einen Schmerzen bleibt oftmals nichts anderes übrig als der Gang zum Arzt. Dieser begutachtet genauestens die Symptome und stellt nach einer Untersuchung seine Diagnose. Doch wodurch kommt die Diagnose zustande?
Diagnose leitet sich von dem Wort Diagnostik ab, welches ursprünglich aus dem medizinischen Bereich stammt. Es kommt aus dem griechischen (diagn?stikós) und bedeutet „zum Unterscheiden gehörig".
Begriff
Heutzutage wird der Begriff Diagnostik auch in anderen Bereichen wie in der Psychologie oder Erziehungswissenschaften gebraucht. So wird in der Psychodiagnostik beispielsweise versucht, mit speziellen Methoden menschliche Verhaltensweisen zu dokumentieren. Fehlerhafte Verhaltensweisen werden somit erkannt und können therapiert werden. Dies geschieht zum Beisiel in der Ehe- oder Erziehungsberatung.
Um verhaltensgestörten Kindern zu helfen, bedarf es der pädagogischen Diagnostik, die in den Erziehungswissenschaften angewandt wird. Hierbei werden die Verhaltensweisen des Kindes diagnostiziert und anschließend abgestimmte therapeutische Behandlungen eingeleitet, um dem Kind eine richtige Entwicklung zu ermöglichen.
Um eine Krankheit zu erkennen, müssen Methoden angewandt werden, die unter dem Begriff Diagnostik gefasst sind. Um also eine Diagnose stellen zu können, muss zuerst eine Diagnostik durchgeführt werden Die Diagnose wiederum bildet die Grundlage für die weitere Vorgehensweise, wie therapeutische Behandlungen.
Einige Methoden im Überblick
Zu den wichtigsten Methoden um eine Diagnose zu stellen, gehören:
Anamnese: Bei dieser Methode wird die Vorgeschichte des Patienten näher betrachtet. Biologische, soziale und psychische Aspekte fließen mit ein. Somit können eventuelle Risikofaktoren festgemacht werden. Auch wird der Patient zu Symptomen befragt.
Inspektion: Diese Methode gehört wie Palpation, Auskutation und Perkussion zu den körperlichen Untersuchungen. Hierbei wird der Körper und damit seine Proportionen, Haut und Haare des patienten begutachtet.
Palpation: Bei der Palpation wird der gesamte Körper beziehungsweise gewisse Stellen abgetastet, an der der Patient Schmerzen verspürt.
Auskutation: Mit Hilfe des Stethoskopes wird bei dieser Methode der Körper beziehungsweise einzelne Organe abgehört.
Perkussion: Durch das Abklopfen des Körpers wird das Gewebe in Schwingung versetzt. Der Arzt kann anhand der daraus resultierenden Schallqualitäten den Zustand des Gewebes bestimmen.
Labordiagnostiken: Hierbei werden vor allem das Blut und der Urin untersucht. Beim Blut werden unter anderem Eisen-, Natrium-, Kalium-, Calcium-, Chlorid-, Magnesium-, Glucose- und Cholesterinwerte bstimmt sowie Enzyme, Hormone und die Gerinnung untersucht.
Sonografie: Diese Methode wird auch Echografie oder Ultraschall genannt
Endoskopie: Bei der Endoskopie wird mit Hilfe eines Gerätes das Innere eines Menschen sichtbar. Hierbei wird ein dünner Schlauch mit einer Kamera und einer Lichtquelle am Ende, dem Menschen eingeführt.
Röntgen: Mit Hilfe von Röntgenstrahlen wird der Körper durchleuchtet.
MRT: Auch Magnetresonanztomographie genannt. Hierbei werden Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper sichtbar gemacht.
CT: CT ist die Abkürzung für Computertomografie.Mit Hilfe von Röntgenstrahlen wird ein dreidimensionales Bild ermöglicht.
EKG: Elektrokardiogramm, auch Herzspannungskurve genannt, gibt die elektrische Aktivität aller Herzmuskelfasern wider.
EEG: Elektroenzephalografie zeigt die elektrische Aktivität des Gehirns.
EMG: Elektromyographie misst die elektrische Muskelaktivität.
ENG: Elektroneurografie untersucht die Nerven.
Histologie: Bei dieser Methode werden Gewebeproben genommen, die anschließend untersucht werden.
Zytologie: Hierbei werden die Zellen des Menschen untersucht.
Reflexuntersuchung: Diese findet an den speziellen Reflexzonen des Menschen statt, wie beispielsweise am Knie.
Provokations- und Belastungstest: Beispieltests sind Radfahren oder Joggen.