Botanischer Name: Agave
Allgemein
Ihren Ursprung hat die Wüstenpflanze in den trockenen Gebieten Nord- und Mittelamerikas. Die Gattung Agave umfasst zwischen 250 bis 400 Sorten und gehört zu den Sukkulenten, also wasserspeichernden Pflanzen, was an den fleischigen Blätter zu sehen ist. Bei uns wird sie zu den Grünpflanzen gezählt, denn sie blüht in ihrer Heimat erst nach 10 bis 15 Jahren und bei uns kann es sogar bis zu 50 Jahre dauern. Die bekanntesten Zimmersorten sind die Agave ferdinandis-regis, mit rinnenförmigen Blättern, die Agave filifera mit Fäden an den Blättern, sowie mit roten Dornen die Agave parrasana. Als Kübelpflanzen bieten sich die Drachenbaumagave und die Agave americana an.
Standort
Der Standort sollte sonnig und warm sein. Im Sommer kann man sie nach draußen stellen, wenn man sie vorher langsam an direkte Sonne gewöhnt hat, da sonst die Blätter verbrennen könnten. Dann muss man auch darauf achten, dass das Regenwasser eine Möglichkeit hat abzulaufen. Zum Überwintern stellt man sie wieder ins Haus oder in einen Wintergarten bei 10 bis 14° Celsius. In der Zeit wird sie auch nur mäßig gegossen.
Pflege
Die Erde muss gut durchlässig sein und einen Sand- und Mineralanteil haben. Dazu eignet sich handelsübliche Kakteenerde oder ein Gemisch aus zwei Teilen Blumenerde und einem Teil Sand. Einmal im Frühjahr wird sie umgetopft.
Im Sommer gießt man sie ein- bis zweimal in der Woche durchdringend soviel, wie das Substrat aufnehmen kann. Der Rest wird entfernt. Wichtig ist es, die Wurzelballen immer feucht zu halten. Von April bis September wird sie alle zwei bis vier Wochen mit Kakteendünger in halber Konzentration gedüngt.
Vermehrung
Im Frühjahr ist eine Aussat möglich, wobei die Sämlinge sehr langsam wachsen. Besser ist es, wenn sich an der Pflanze Ausläufer bilden. Sind diese 15 Zentimeter lang, schneidet man sie möglichst dicht an der Mutterpflanze ab und lässt die Schnittstelle einige Tage trocknen. Anschließend steckt man den Ausläufer in ein sandiges Substrat und stellt es warm.
Schädlinge und Krankheiten
Bei zu viel Gießen im Winter kann die Wurzel zu faulen beginnen. Außerdem sollte man beim Umtopfen beachten, die Blätter nicht abzuknicken. Wenn die untersten Blätter kurz danach runzelig oder gelb werden, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Pflanze nicht ordentlich eingewachsen ist und nochmal umgetopft werden muss. Schädlinge sind bei Agaven eher selten.