Die Wirbelsäule, auch Rückgrat genannt, ermöglicht uns den aufrechten Gang und trägt das ganze Körpergewicht. Dafür wurde sie von der Natur optimiert und ein gesunder Rücken ist sogar auf diese Belastung angewiesen. Das Rückgrat ist so gebaut, dass es beansprucht werden muss, damit keine Schäden entstehen. In der heutigen Zeit, in der Rückenleiden immer häufiger werden, treiben die meisten Menschen zu wenig Sport und bewegen sich allgemein einfach nicht genug. Das stundenlange Sitzen und eine schwache oder verspannte Rückenmuskulatur verursachen in den meisten Fällen die altbekannten Rückenschmerzen.
Die Wirbelsäule
Die Wirbelsäule besteht aus den Wirbeln, zwischen denen die Bandscheiben liegen. Sie ist wie ein doppeltes S geformt und so an die Belastung des aufrechten Ganges optimal angepasst. Sie gibt dem Körper durch ihren Aufbau Stabilität und Beweglichkeit gleichermaßen. Man kann die Anatomie des Rückgrats in fünf verschiedene Bereiche einteilen. Die Halswirbelregion (Cervix) besteht aus sieben kleinen Wirbeln (C1-C7), die sehr beweglich sind. Darauf folgen die 12 etwas größeren Brustwirbel (Th1-Th12). Th steht hier als Abkürzung für die lateinische Bezeichnung Thorax – für die Brust. Die fünf größten Wirbel (L1-L5) sind in der Lendenregion (Lumbus) zu finden. Sie werden aufgrund der Wirbelsäulenform am meisten beansprucht. Schließlich folgen die zusammengewachsenen Wirbel des Kreuz- und des Steißbeins. Es sind jeweils fünf (S1-S5 und CO1-CO5), wobei S für das Kreuzbein (Sacrum) und CO für das Steißbein (Os coccygis) steht.