Die Angststörung erkennen - typische Symptome

Die Symptome einer psychosomatischen Angststörung können unter anderem Atemnot, Engegefühle in der Brust, Herzrasen- oder Herzstolpern oder Bauchschmerzen sein


Angststörungen können bei Betroffenen starke körperliche Beschwerden auslösen. In den meisten Fällen haben diese Beschwerden jedoch keine organischen Ursachen. Sie werden als "psychosomatische Störungen" bezeichnet. Das bedeutet, dass psychische Leiden körperliche Probleme auslösen.

 

 

Beispiele
Atemnot, Engegefühle in der Brust, Herzrasen- oder Herzstolpern, Bauchschmerzen, starker Durst, Schweißausbrüche, Kurzatmigkeit, Schwindel- und Taubheitsgefühle, Zittern und Kribbeln am ganzen Körper, starker Harndrang, sexuelle Unlust, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit

In vielen Fällen werden diese körperlichen Beschwerden zuerst wahrgenommen und führen dazu, dass ein Arzt konsultiert wird. Dass sich hinter den genannten Symptomen eine Angststörung verbirgt ist für die Betroffenen häufig eine Überraschung, weil die meisten Menschen zu wenig über diese zunehmend auftretende seelische Erkrankung wissen und zunächst organische Ursachen hinter ihren Leiden vermuten. Oft entsteht bei ihnen auch ein Gefühl der Scham, weil psychische Probleme bedauerlicherweise noch immer mit "verrückt oder irre" assoziiert werden. Seelische Probleme stellen nach wie vor ein Tabuthema dar und gelten als Zeichen von Schwäche. Und wer möchte schon gern zugeben, dass er seelische Probleme hat?

Dass der Körper mit derartigen Beschwerden auf seelische Notstände aufmerksam macht ist letztendlich ein großes Glück, weil es für Betroffene die Chance auf Heilung bedeuten kann.

Und wie zeigen sich die seelischen, psychischen Symptome?

Anzeichen können sein

- Ungeduld bzw. die Geduld wird schnell verloren
- Reizbarkeit
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Ständig mit dem Schlimmsten rechnen, "schwarz zu sehen"
- Schlafprobleme, Einschlaf-  oder Durchschlafstörungen
- Niedergeschlagenheit
- Zwanghafte Beschäftigung mit einer Sache oder einem Thema, sich "festbeißen"

Um der Angststörung die Stirn zu zeigen, muss der Teufelskreis aus seelischen und körperlichen Beschwerden durchbrochen werden. Der erste und wichtigste Schritt ist das Erkennen der Angst. Diese Erkenntnis ist die Basis für eine Besserung, sei es durch Selbsthilfe oder durch professionelle Hilfe.

Eine erfolgreiche Angst-Diagnose und -Therapie bedeutet, dass Betroffene für sich erkennen und akzeptieren müssen, dass sie an einer Angststörung leiden. Sofern sie spüren, dass sie ihre Probleme nicht allein lösen können, sollten sie sich schnellsmöglich an einen Arzt ihres Vertrauens wenden. Es gibt mittlerweile vielversprechende Behandlungsmethoden gegen Angststörungen. Passiv auf Besserung zu warten hilft hier nicht weiter. Ganz im Gegenteil.

 

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