Die Anthurie - Tropischer Hingucker auf dem Fensterbrett

Wegen ihrer bunten Blütenpracht ist die Anthurie, auch Flamingoblume genannt, die vielleicht sinnlichste unter den Zimmerpflanzen.


Botanischer Name: Anthurium-Scherzerianum-Hybriden

Allgemeines
Die Anthurie, oder auch Flamingoblume, gehört zu den Aronstabgewächsen und stammt aus Südamerika. Sie ist an sich keine sehr auffallende Blattpflanze, doch wenn sie beginnt zu blühen, wird sie auf jeder Fensterbank zum Blickfang. Ihre Blüten sind eigentlich recht klein und sitzen etwas unscheinbar am gedrehten Kolben. Der auffällige Teil der Pflanze, der lackrot, schneeweiß oder orange sein kann, ist eigentlich keine Blüte, sondern nur ein gefärbtes Hochblatt. Sie blüht hauptsächlich von Februar bis Mai, kann aber unter sehr guten Bedingungen auch das ganze Jahr blühen.

Standort
Wie es für tropische Pflanzen typisch ist, benötigt die Anthurie viel Luftfeuchtigkeit. Ihr Standort muss schön hell sein, allerdings ohne direkte grelle Sonneneinstrahlung. Auch im Winter kann sie bei warmen Temperaturen in beheizten Räumen gehalten werden, nur muss in dem Fall zusätzlich für Feuchtigkeit gesorgt werden, indem die Pflanze besprüht wird. Ein paar Wochen im Jahr, wenn die Pflanze Knospen bildet, sollte sie etwas kühler gestellt werde, also bei etwa 15 Grad.

Pflege
Die Anthurie muss viel und reichlich gegossen werden. Dazu nimmt man am besten lauwarmes und entkalktes Wasser. Zur Zeit der Knospenbildung, also etwa im Dezember bis Januar, wenn die Pflanze kühler steht, kann man das Gießen etwas reduzieren. In dieser Zeit wird auch nicht gedüngt. Die übrigen Monate sollte alle 14 Tage gedüngt werden. Ein Umtopfen ist auch erst nötig, wenn die Wurzel aus dem Topf hinauswachsen, am besten im Frühjahr. Als Substrat kann Einheitserde mit Styroporflocken gemischt genommen werden.

Vermehrung
Die einfachste Methode zur Vermehrung ist das Teilen der Pflanze, wenn man sie umtopft. Auch ist es möglich, vorhandene Seitentriebe abzutrennen und als Stecklinge zu verwenden. Bei der großen Flamingoblume können die Triebspitzen auch gut abgemoost werden.

Schädlinge und Krankheiten
Es können unterschiedliche Krankheiten auftreten, wenn Pflegefehler begangen wurden. So führt zu grelle Sonne im Sommer dazu, dass die Blätter der Anthurie sich am Rand einrollen. Oder die Blattspitzen verfärben sich braungelb, wenn man zu kalkhaltiges Wasser zum Gießen benutzt. Trockene Blattränder deuten wiederum auf eine zu geringe Luftfeuchtigkeit hin. Ist diese aber zu hoch und die Temperatur gleichzeitig zu niedrig, kann es zu Grauschimmelbefall kommen. Typische Schädlinge sind wie üblich Spinnmilben, Blattläuse und Schildläuse, die man mit Mitteln aus dem Fachhandel einfach bekämpfen kann.