Die Bedeutung des Chi im Feng Shui

Um unser Lebensgefühl und Wohlbefinden zu verbessern, ist es wichtig, dass ein Raum vollständig mit Lebensenergie gefüllt ist. Die Bedeutung des Chi spielt dabei eine wichtige Rolle.


Das Wissen um die Bedeutung des Chi ist in der chinesischen Denkweise grundlegend. Doch wird man nur schwerlich zwei Menschen finden, welche die hierfür die gleiche Definition nutzen. In unserer Sprache gibt es kein Wort, mit dem man Chi exakt übersetzen kann, aber Begriffe wie "Lebensenergie" und "Lebenskraft" treffen wohl am ehesten zu. Das Chi durchströmt und beeinflusst sowohl physische, emotionale, spirituelle als auch intellektuelle Dimensionen. Es haucht der materiellen Welt Leben ein. 

Das Chi in der chinesischen Medizin

  • Der chinesischen Medizin zufolge, aus der auch die Akupunktur stammt, fließt das Chi auch über Meridiane durch unseren Körper. Blockaden im Energiefluss können einen Menschen sowohl physisch als auch psychisch krank machen. Mithilfe der Akupunktur wird der Energiefluss reguliert und somit das Gesundwerden unterstützt. 
  • Feng Shui wird häufig auch "Akupunktur für Räume" genannt. Ein Feng-Shui-Berater kann Störungen im Chi-Fluss feststellen und durch gezielte Maßnahmen wieder ein harmonisches Verhältnis herstellen. 

Die Bewegung des Chi

  • Sheng Chi ist die lebenspendende Energie, welche sich in leicht welliger Form bewegt, ähnlich einem kleinen Waldbach. Durch den Einfluss von Störungsquellen entwickeln sich negative Energien. Diese machen sich in Form von Ssu Chi oder Sha Chi bemerkbar. 
  • Ssu Chi ist stagnierte Energie, die sich nicht oder nur unzureichend bewegt beziehungsweise austauschen kann. In der Natur finden wir dies beispielsweise in Tümpeln. Sha Chi ist zu stark beschleunigtes Chi wie zum Beispiel in einem begradigten, betonierten Fluss, dem seine natürliche Form genommen wurde. 

Das Chi im Raum

  • In Räumen nutzt das Chi immer den direkten Weg zwischen zwei Öffnungen, zum Beispiel zwischen Tür und Fenster. Um das Wohlbefinden zu steigern, ist es wichtig, dass der gesamte Raum mit ausreichender Lebensenergie versorgt wird, Bereiche des Ssu Chi minimiert und Sha-Chi-Einflüsse auf den Körper verhindert werden. 
  • Ssu Chi entsteht vor allem in Spitzdächern, in ungenutzten Ecken und in Räumen mit nur einer Öffnung. Da Energie Platz zur Bewegung braucht, entsteht Ssu Chi auch in zu vollgestellten Räumen oder in unaufgeräumten Regalen und Schränken. Hier wird die Energie schwer und träge. Oftmals kann man im Leben von Menschen, die in Ihrem Zuhause viele solcher Bereiche haben, beobachten, dass der Mensch selbst sich zum einen nur schwer motivieren kann oder dass trotz Aktion kein spürbarer Erfolg eintritt. Zahlreiche Bereiche des Lebens stagnieren. 
  • Sha Chi hingegen entsteht in Räumen zum einen durch Ecken und Kanten, zum anderen durch einen beschleunigten Energiefluss zwischen zwei Raumöffnungen (zum Beispiel Tür und Fenster). Ecken und Kanten wirken sich meist nur dann negativ aus, wenn sie auf Orte ausgerichtet sind, welche der Mensch über längere Zeit nutzt. Diese Störungsquellen sollten nicht direkt auf den Schreibtisch, das Bett oder den Sitzplatz auf der Couch zeigen. Hier fühlt sich der Mensch unkonzentriert, gehetzt, unruhig oder gereizt. 
  • Genau wie Wind, Wasser und Licht lässt sich auch das Chi durch Objekte reflektieren, absorbieren oder umlenken. Möbel, Pflanzen und andere Dekorationen werden im Feng Shui genutzt, um Energien im Raum umzulenken und eine gleichmäßige Verteilung des Chi zu erreichen.

 

Für die Inhalte dieses Artikels ist die Verfasserin: Natalie Siegel verantwortlich.