Hausmittel bei Gichtanfall – Vor dem Griff zur Tablette lohnt ein Versuch in die altbewährte Trickkiste der Vorfahren.
Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung und gilt als eine Form der Arthrose. Meistens ist der Harnsäurespiegel im Blut deutlich erhöht. Gichtanfälle treten an unterschiedlichen Gelenken des Körpers auf, vorwiegend an Sprunggelenk, Zehen, Knie, Fingern oder am Handgelenk. Die betroffenen Regionen schwellen an, schmerzen heftig, werden rot und heiß. Spätestens beim Auftreten dieser Symptome wird es Zeit, etwas zu unternehmen. Altbewährte Hausmittel bei Gichtanfall einzusetzen, gehört auch für die Schulmedizin mit zu einer umfangreichen Therapie.
Vor der Selbsttherapie steht der Gang zum Arzt
- Gicht kann zu einer schweren chronischen Erkrankung werden, die auch umliegende Gewebe dauerhaft schädigen kann. Deshalb ist schon beim ersten Anfall der Gang zum Arzt notwendig, um eine klare Diagnose zu erhalten. Der wird als erstes zu einer besonderen Ernährung raten. Die wichtigsten Ziele: den Harnsäurespiegel im Blut senken und die Schmerzen lindern.
- Oberstes Gebot bei der künftigen Ernährung: Der Patient muss sehr viel trinken, und zwar am besten harntreibende Tees. Diese gibt es fertig in der Apotheke, sind aber auch schnell selbst hergestellt. Eine frische Knoblauchzehe, mit kochendem Wasser übergossen, wirkt nach einer Stunde des Durchziehens ebenfalls Wunder. Aber auch Birkenblätter, Brennessel oder Eisenkraut haben entwässernde Wirkung.Bereits seit einigen Jahrtausenden bewährt: die Teufelskralle.
- Die Nahrung sollte keine purinhaltigen Lebensmittel enthalten. Spargel, tierische Eiweiße, Leber, Hering, Sardellen, Sprotten, Hummer, Garnelen, Thunfisch sind bei Gichtpatienten kontraproduktiv. Der schlimmste Feind bei Gicht ist Alkohol. Auf ihn sollten die Patienten komplett verzichten.
Wenn der Schmerz unerträglich wird - Hausmittel bei Gichtanfall
- Gichtanfälle können drei Tage dauern, wobei sich die Schmerzen täglich steigern. Dagegen gibt es einige Hausmittel bei Gichtanfall, die schnell Linderung verschaffen können. Zunächst muss der Patient herausfinden, ob ihm auf den schmerzenden Körperbereichen Wärme oder Kälte angenehm ist.
- Hilft Kälte, ist kalter Magerquark richtig. Er wird auf ein Küchenhandtuch gestrichen und auf das befallene Gelenk gelegt. Ist Wärme angenehmer, hilft ein in der Mikrowelle oder im Backofen erwärmtes Kirschkernkissen. Eine Einreibung mit einem Gemisch aus Apfelessig und Wasser im Mischungsverhältnis 1:7 soll die Entzündung eindämmen. Patienten, die es vertragen, sollten zweimal wöchentlich die Sauna besuchen.