Auch wenn der teilweise hohe Gewaltgrad von Computerspielen oftmals für große Debatten sorgte: Kaputt Mach Spiele erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Und das obwohl oder gerade weil sie auf eine zu explizite Gewaltdarstellung verzichten.
Eine Welt ohne Verkehrsregeln
Besonders gut geeignet für das hemmungslose Zerstören scheinen Rennspiele. Schon sehr früh in der Geschichte der Computerspiele lässt sich ein deutlicher Trend erkennen: Spektakel statt Realismus. Weltweiten Ruhm in der Kategorie der Kaputt Mach Spiele verzeichnet dabei vor allem die Rennspielserie „Flatout“. Diese ist in erster Linie für ihre detailverliebte Darstellung der Unfälle und Zusammenstöße der Fahrzeuge bekannt. Auch die Spielereihe „Burnout“ setzt auf beeindruckende Explosionen und den puren Fahrspaß. Übertroffen wird der Zerstörungsgrad dieser Rennspiele nur noch von den sogenannten Funracer-Spielen. Oftmals werden die Fahrzeuge in diesen Spielen durch Waffen erweitert, um die Möglichkeiten zum Beschädigen der Mitspielerfahrzeuge noch zusätzlich zu erweitern. Zu den bekanntesten Funracern gehören unter anderem „Blur“ und „Crashday“.
Und Action!
Auch wenn Rennspiele ein großes Spielspaßpotential bieten – das Königsgenre der Kaputt Mach Spiele ist ein anderes: das Action-Genre. Dazu zählen vor allem First- beziehungsweise Third Person Shooter. Spiele wie „Red Faction: Armageddon“ bieten dem Spieler nahezu unbegrenzte Möglichkeiten zur ungehemmten Zerstörung. Hierbei schlüpft der Spieler in die Rolle von Darius Mason, der an der Marsoberfläche für eine Rebellenorganisation Sabotageakte vollzieht. Beeindruckend ist hierbei, dass sich nahezu alle Gegenstände und Gebäude der Spielwelt in ihre Einzelteile zerlegen lassen. Auf einer ähnlichen Grundidee basieren die ebenfalls sehr beliebte Spiele „Just Cause“ sowie dessen Nachfolger „Just Cause 2“. Der Spieler selbst kann bei diesem Vertreter der Kaputt Mach Spiele in einer dschungelartigen Spielwelt seiner Zerstörungslust freien Lauf lassen. Innovativ ist dabei der im zweiten Teil dieser Spieleserie eingeführte Greifarm. Mit diesem harpunenartigen Werkzeug kann der Spieler Gegenstände wie Benzinfässer anschießen und durch die Luft schleudern. Dies lockert die eher realistische Atmosphäre des Spiels auf. Doch nicht immer sind die Hintergrundgeschichten derartig ernsthaft. Ein völlig gegensätzliches Beispiel ist das 2005 veröffentlichte Spiel „Destroy All Humans“. Es lässt den Spieler in der Rolle eines Aliens an einer grotesk überzogenen Alieninvasion teilhaben. Ob man Autos schweben lassen oder Kühe katapultieren möchte – der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Gerade dies macht Kaputt Mach Spiele so reizvoll: der Spieler kann tun und lassen was er will. Konsequenzen hat sein Handeln dabei glücklicherweise nicht.