Die Bildungsprämie im Überblick

Die Bildungsprämie in Deutschland stellt eine finanzielle Unterstützung für Weiterbildungsmaßnahmen im Beruf dar.


Berufliche Sicherheit und das Vorankommen im Job sind wichtige Aspekte, die es heutzutage auf der Suche nach Arbeit sowie im Berufsleben selbst zu beachten gilt. Unter dem Stichwort Lebenslanges Lernen ist jeder aufgerufen sich im Job fit zu halten und sich jederzeit das Wissen hinsichtlich neuer Entwicklungen im jeweiligen Berufsfeld anzueignen. Um auf dem Arbeitsmarkt mithalten zu können, ist es äußerst wichtig sich immer auf den neuesten Stand zu bringen, somit steigen Jobchancen, das Arbeitsverhältnis festigt sich und unter Umständen führen höhere Qualifizierungen auch zu einem steigenden Einkommen.

Die finanzielle Seite der Bildungsprämie
Der Staat fördert nun durch die Bildungsprämie Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die sich beruflich weiterbilden möchten, dies aus finanziellen Gründen aber bisher nicht umsetzen konnten.
Die Bildungsprämie selbst setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen. Zum einen gibt es den Prämiengutschein, seit 2010 maximal in Höhe von 500 Euro. Dieses Geld steht allen Berufstätigen zu, die ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von höchstens 25.600 Euro besitzen. Bei gemeinsam Veranlagten verdoppelt sich dementsprechend die Summe auf 51.600 Euro. Die Kosten der Weiterbildung für den Arbeitnehmer müssen mindestens der Höhe der Förderungssumme entsprechen.
Die zweite Komponente der Bildungsprämie bezieht sich auf das „Weiterbildungssparen“. Anspruch hat jeder, der über ein Ansparguthaben mit einer Arbeitnehmer-Sparzulage verfügt. Aus diesem Guthaben erlaubt nun das Vermögensbildungsgesetz eine Summe für die Weiterbildungsmaßnahme zu verwenden, auch wenn die Sperrfrist noch nicht abgelaufen sein sollte. Das momentane Einkommen ist dabei nicht relevant. Beide Formen können zusammen, aber auch unabhängig voneinander genutzt werden.

Wer und was wird gefördert?
Der Prämiengutschein dient für Lehrgänge, Prüfungen sowie Zertifikate, die von Bedeutung für den momentanen beziehungsweise zukünftigen Beruf sind. Keinen Zuschuss gibt es übrigens für Kongress- Museums- oder Messebesuche, selbst wenn sie für das Berufsbild relevant sind.
Für fast alle Berufssparten, ob Frisör, Büroangestellter oder Koch gibt es aber entsprechende Weiterbildungsangebote. Dazu zählen Angebote für Sprachkurse, Computerprogramme, neue Modehaarschnitte und unzählige mehr. Zu den Förderungsberechtigten zählen: Angestellte, Selbstständige, mithelfende Familienangehörige und Berufsrückkehrer. Ausgenommen aus der Förderung sind: Empfänger des Arbeitslosengelds I und II, Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende, Studierende oder Rentner und Pensionäre, Menschen ohne Arbeitserlaubnis für Deutschland und Meister-BAföG-Berechtigte.
Die genauen Modalitäten, also ob jemand förderungsberechtigt ist und wieviel an Förderung genehmigt wird, muss vorab in extra dafür vorgesehenen Beratungsstellen erfragt werden.
Bundesweit gibt es solche Beratungsstellen, die neutral über Angebote informieren und die individuellen Voraussetzungen mit dem Interessenten besprechen. Ein solches Gespräch ist Bedingung, um den Bildungsgutschein überhaupt zu erhalten.