Die Blatt-Begonie - ein Klassiker unter den Garten- und Zimmerpflanzen

Die auch ,,Schiefblatt\" genannte Blatt-Begonie besticht durch die große Vielfalt unterschiedlicher Blattfärbungen und -formen.


Botanischer Name: Begonia Rex

Allgemein
Ursprünglich stammt die Blatt-Begonie aus den Tropen und Subtropen Amerikas, Asiens und Afrikas. Ihr typisches Aussehen hat sie von ihren schief um die Mittelachse wachsenden Blättern, die ihr den Namen "Schiefblatt" beschert haben. Die große Anzahl an Farben und Musterungen der Blätter machte sie in Deutschland zu einer äußerst beliebten Zierpflanze. Nach einigen Jahren sieht sie altersgemäß nicht mehr sehr schön aus und sollte dann durch Stecklinge „verjüngt“ werden.

Standort
In der Wohnung bevorzugt sie helle Standorte ohne direkte Sonneneinstrahlung, also am besten an Nord- oder Ostfenstern. Sie mag ganzjährig mäßig warme Temperaturen, die nicht unter 16 ° fallen, im Winter allerdings auch nicht zu warm sein sollten. Dann sollte sie besser nicht in einem stark geheizten Raum, möglicherweise noch auf einer sonnigen Fensterbank stehen. Im Sommer fühlt sie sich im Freien, auf Balkonen oder in Blumenkästen, sehr wohl.

Pflege
Sie muss stets mäßig mit weichem, lauwarmen Wasser gegossen werden. Das Gießwasser sollte unten aus dem Topf herauslaufen und der Untersetzer nach einer halben Stunde geleert werden. Eine Austrocknung der Wurzelballen oder Staunässe müssen verhindert werden. Die Blatt-Begonie braucht zwar eine gewissen Luftfeuchte, doch sollte man sie keinesfalls mit Wasser besprühen, da es sonst leicht zu einem Pilzbefall kommen kann. Daher benötigt sie lockere und luftige Erde und einen Luftbefeuchter. In der Wachstumsperiode zwischen März und September wird sie alle zwei Wochen schwach gedüngt und im Frühjahr umgetopft, wenn die Erde schon stark durchwurzelt ist. Sonst ist es nicht notwendig. Ein guter Tipp ist, einen flachen aber sehr breiten Topf zu benutzen, da die Wurzeln eher in die Breite als in die Tiefe wachsen.

Vermehrung
Die Vermehrung führt man anhand von Blattstecklingen durch. Dazu gibt es zwei Methoden: Einmal durchtrennt man auf der Blattunterseite mit einer Rasierklinge die Hauptnerven an einigen Stellen. Anschließend legt man das Blatt mit der Unterseite nach oben in ein Gefäß auf ein Torf-Sand-Gemisch und beschwert es mit kleinen Steinchen. Das alles wird abgedeckt und einige Wochen stehengelassen, bis sich aus den Schnittstellen neue Pflanzen zu bilden beginnen.
Die zweite Methode ist aus einem Blatt ein schmales Dreieck zu schneiden, wo der Blattstiel als Ansatz noch dran ist. Dieses legt man dann ebenfalls in ein Torf-Sand-Gemisch und wartet ab, bis aus den Schnittstellen neue Pflanzen wachsen.

Krankheiten und Schädlinge
Die Blatt-Begonie ist anfällig für Mehltau, der sich als weißer Belag auf Blättern und Stengeln zeigt. Dieser entsteht, wenn Feuchtigkeit auf der Pflanze nicht schnell genug trocknet. Bei zu hoher Luftfeuchte und zu niedrigen Temperaturen kann Grauschimmel auftreten. Blattläuse, Milben und Thribs treten auch schnell auf.